Globale Versicherungsmärkte - Aktueller Stand und Ausblick bis 2026

3.500.000.000.000, 3,5 Billionen Euro oder 5,7 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Darauf beliefen sich nach ersten Hochrechnungen die von den Versicherern im vergangenen Jahr gezeichneten Prämieneinnahmen weltweit. Gegenüber dem Vorjahr errechnet sich ein um Wechselkurseffekte bereinigter nominaler Anstieg von schätzungsweise 5,3%. Die Wachstumsgeschwindigkeit blieb damit stabil auf dem Vorjahresniveau (5,5%) und lag erneut deutlich über dem jährlichen Durchschnittswachstum der letzten Dekade von 4,0% (2005 – 2015).

Die sehr robuste Entwicklung 2015 fußte auf beiden Sparten. Der Sachversicherungsmarkt dürfte mit einem Plus von 4,5% im Laufe des letzten Jahres dabei etwas langsamer gewachsen sein als der Markt für Lebensversicherungsprodukte (+5,8%). Letzterer dominiert mit einem relativ stabilen Prämienanteil von 63% auch den Gesamtmarkt. In Pro-Kopf-Rechnung gab die Bevölkerung 2015 im globalen Durchschnitt insgesamt etwa EUR 615 für Versicherungsprodukte aus (Leben: EUR 390; Sach: EUR 225). Je nach Entwicklungsstand reichte die Bandbreite dabei von EUR 7 in Laos bis hin zu EUR 5.850 in Hongkong.

Bereits im zweiten Jahr in Folge wuchs die Versicherungswirtschaft stärker als die allgemeine Wirtschaftsleistung. Im langfristigen Rückblick war das Gegenteil das Fall: Das jährliche Durchschnittswachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts seit 2005 lag um 1,3 Prozentpunkte über der entsprechenden Zuwachsrate des Prämienvolumens. Die seither rückläufige Versicherungsdurchdringung, d.h. die Prämieneinnahmen gemessen in Prozent der Wirtschaftsleistung, stabilisierte sich somit in den letzten beiden Jahren wieder.

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