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USA: Weiter sinkende Arbeitslosigkeit ohne beschleunigtes Lohnwachstum?

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Die Kerninflationsrate des Preisindex für die Privaten Konsumausgaben war im dritten Quartal dieses Jahres mit 1,3% weiter verhalten. Der Arbeitsmarktentwicklung kommt hohe Bedeutung für den Inflationsprozess zu, da die Arbeitslosigkeitslücke als wichtiger Indikator für den binnenwirtschaftlich erzeugten Inflationsdruck angesehen wird. Die Ursachen für bisher ausgebliebene beschleunigte Lohnsteigerungen werden u.a. in den Besonderheiten des US-Lohnmechanismus und in einer verminderten Aussagekraft der „Standard“-Arbeitslosenquote gesehen.

Allianz SE
München, 10.11.2015
Inzwischen steuert die US-Wirtschaft aber zunehmend auf Vollbeschäftigung zu. Die im Arbeitsmarktbericht für Oktober ebenfalls enthaltenen Hinweise auf eine Befestigung des Lohnwachstums sollten sich in den kommenden Quartalen klar bestätigen. Das Ausmaß der Lohnsteigerungen wird aber vermutlich durch die bislang nur sehr mäßige Produktivitätsentwicklung begrenzt. Die soliden Arbeitsmarktdaten stützen unsere Erwartung, dass die Fed im Dezember eine erste Leitzinserhöhung vornehmen wird. Die Kurskorrektur in der Geldpolitik dürfte sich nur zögerlich vollziehen, insbesondere wenn sich das außenwirtschaftliche Umfeld anhaltend als schwierig erweist.