Allianz Global Wealth Report 2010

Die Analyse von 50 Ländern zeigt, dass die Vermögensverluste infolge der Finanzkrise noch nicht ausgeglichen werden konnten. Trotz eines kräftigen Anstiegs von 7,5 Prozent lag das globale Geldvermögen Ende 2009 mit 82,230 Billionen Euro immer noch knapp 4 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau von 85,590 Billionen Euro. „Über diese Verluste der Sparer wird bisher viel zu wenig gesprochen“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Das globale Geldvermögen ist seit 2001 durchschnittlich um 3,7 Prozent gewachsen und damit langsamer als die nominale Wirtschaftsleistung. In der Pro–Kopf-Betrachtung lag das Wachstum mit 2,8 Prozent in den letzten zehn Jahren unter der durchschnittlichen Geldentwertung von weltweit 3,4 Prozent. Die Gründe für die schwache Entwicklung sind in den entwickelten Ländern zu suchen. Niedrige Sparquoten und vor allem hohe Wertverluste während der Finanzkrise und durch das Platzen der Internet-Blase haben das durchschnittliche Wachstum gedrückt. Die größten Verlierer der Finanzkrise sind beinahe ausschließlich etablierte Industrieländer – mit den USA, Griechenland und Spanien an der Spitze.

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