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Private Vermögensrenditen in ausgewählten Euroländern

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In ihrer aktuellen Analyse „Private Vermögensrenditen in ausgewählten Euroländern“ unter-sucht die Allianz das Sparverhalten der privaten Haushalte in neun Ländern seit 2003. Von Interesse ist dabei nicht nur die Frage, wie viel die Sparer auf die hohe Kante legten, sondern vor allem welchen Beitrag Wertsteigerungen und Vermögenseinkommen – also die erzielte Rendite – zur Geldvermögensentwicklung in den Jahren vor, während und nach der Finanzkrise geleistet haben. 

Allianz SE
München, 04.12.2017

In den letzten fünf Jahren sind die privaten Geldvermögen langsamer gewachsen als in den Vorkrisenjahren – allerdings fällt der Rückgang weniger stark als vermutet aus: Die jährliche Zuwachsrate der Pro-Kopf-Vermögen ging im Durchschnitt der betrachteten Länder von 5,3 Prozent auf 3,7 Prozent zurück. Denn die beiden Wachstumstreiber des Finanzvermögens – Sparen und Wertgewinne – haben sich deutlich verschoben: Während Letztere seit 2012 um 50 Prozent höher ausfielen als in den Vorkrisenjahren, sind die Sparleistungen pro Kopf im Durchschnitt um über 40 Prozent auf EUR 1.060 p.a. gefallen.

Der Trend eines abnehmenden Sparvolumens war in allen untersuchten Ländern zu be-obachten, wenig überraschend verlief die Entwicklung im Süden Europas aber besonders dramatisch: Die tiefe Wirtschaftskrise zwang die Haushalte in Italien, Spanien und Portugal nicht nur ihre Ersparnisbildung zu drosseln, sondern teilweise auch Finanzanlagen zu veräu-ßern. So sparten die Haushalte dort zwischen 80 und 90 Prozent weniger als noch vor der Krise.

Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel: Die als „Sparweltmeister“ bekannten deutschen Haushalte steigerten ihre Sparanstrengungen sogar um etwa ein Drittel auf durchschnittlich EUR 2.080 pro Kopf und Jahr – und konnten so das Vermögenswachstum stabil halten.