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Konjunktur und Arbeitsmärkte in Europa

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Strukturelle Reformen benötigen zwar mehr Zeit als Konjunkturprogramme oder Konsolidierungsmaßnahmen bis sie ihre volle Wirkung auf die Wirtschaft entfalten. Dennoch ist aber auch bei Strukturreformen der Zeitbedarf überschaubar, bis erste Erfolge erkennbar werden. Insbesondere die deutschen Arbeitsmarktreformen 2003 und 2005 haben gezeigt, dass bereits verhältnismäßig schnell nach ihrer Umsetzung im Jahr 2006 eine Erholung am Arbeitsmarkt einsetzte. In Spanien und Portugal hat der Reformprozess nun vor rund zwei Jahren, in Italien vor rund einem Jahr eingesetzt. Es ist also nicht vermessen, ab dem nächsten oder übernächsten Jahr erste positive Wirkungen zu erwarten, sofern ihre Umsetzung weitere Fortschritte macht.

Allianz SE
Munich, 08.11.2012

Der Reformprozess in Italien, Spanien und Portugal umfasst eine Vielzahl von
Einzelmaßnahmen mit unterschiedlichen Wirkungsverzögerungen. Veränderungen in den
Leistungsansprüchen an soziale Sicherungssysteme können durch erhöhte Arbeitsanreize
rasch positive Effekte bewirken, Lockerungen im Kündigungsschutz dürften sich erst in
Phasen einer konjunkturellen Stabilisierung positiv auszahlen. Deshalb muss von einem
längeren Zeitraum ausgegangen werden, bis die vollen Effekte der Strukturreformen wirken.
Studien zu den quantitativen Effekten struktureller Reformen betrachten überwiegend einen
Zeitraum von zehn Jahren nach Inkrafttreten der Reformen.