Allianz Euro Monitor 2014

Der Allianz Euro Monitor zielt darauf ab, bestehende und neu aufkommende Ungleichgewichte aufzudecken, um solche wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen, die zur Schuldenkrise im Euroraum geführt haben, zukünftig rechtzeitig anzuzeigen. Die Ergebnisse für 2014 zeigen weitere Fortschritte in Richtung eines ausgewogenen Wachstums. Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, zu den Ergebnissen: „Die Indikatoren des Euromonitors zeigen, dass die Mitgliedsländer wieder wirtschaftliche Stabilität gewonnen haben, dass Ungleichgewichte abgebaut wurden und damit Ansteckungsgefahren gemindert wurden. Es gibt wichtige strukturelle Verbesserungen, die den Euroraum längerfristig wieder auf einen höheren Wachstumspfad bringen könnten. Der positive Trend wird allerdings nur anhalten, wenn die Reformen in den Mitgliedsländern fortgesetzt werden.“

Im Euro Monitor wird ein Indikator berechnet, der als Frühwarnsignal für eine ungesunde Wachstumsbasis in den untersuchten Volkswirtschaften und als Finanzstressindikator dienen kann. Der Euro Monitor gibt jedoch keinen Aufschluss über die zu erwartende Stärke des Wachstums im jeweiligen Land. Für das EWU-Aggregat ist der Gesamtindikatorwert 2014 mit 6,4 Punkten in etwa wieder auf das Niveau von 2008 geklettert. Trotz dieser klaren Besserung wurden noch keine zufriedenstellenden Stabilitätswerte erreicht. Auch bei unserem erstmals einbezogenen Vergleich mit den USA ist das Ergebnis erfreulich, denn der Euroraum schneidet leicht besser ab als „das Maß aller Dinge“.

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