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EWU-Länder: Wie groß ist der außenwirtschaftliche Anpassungsbedarf?

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Neben der staatlichen Konsolidierung ist der Abbau der außenwirtschaftlichen Defizite die zweite große Herausforderung, der sich eine Reihe von EWU-Ländern gegenüber sehen.


, 10.05.2012

Weiterhin vorrangig ist der Abbau makroökonomischer Ungleichgewichte und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Euro-Raum. In einer empirischen Studie „EWU-Länder: Wie groß ist der außenwirtschaftliche Anpassungsbedarf?“ berechnen die Allianz-Ökonomen, welcher Anpassungsbedarf bei der preislichen Wettbewerbsfähigkeit und bei der Binnennachfrage in den jeweiligen Ländern noch erforderlich ist. Um eine tragfähige außenwirtschaftliche Position zu erreichen, kommen empirische Analysen teilweise zu dem Schluss, dass ein Abwertungsbedarf von 20 bis über 30 Prozent bei Ländern wie Spanien, Griechenland und Portugal notwendig ist. Die außenwirtschaftlichen Defizite einzelner Länder sind in der Eurozone nicht allein Ausdruck mangelnder Wettbewerbsfähigkeit, sondern vor allem auch Folge einer übermäßigen kreditfinanzierten Binnennachfrage. Der Bedarf an interner Abwertung bzw. Anpassung der Binnennachfrage ist in Italien, Spanien und Portugal auf der Basis unserer empirischen Analyse zwar durchaus noch gegeben, die in der Diskussion befindlichen Größenordnungen mit der Forderung nach Anpassungen im zweistelligen Prozentbereich erscheinen jedoch weit überzogen. In Griechenland ist die Lage natürlich weitaus schwieriger.