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Versicherungsmärkte in Asien - Qualität vor Wachstum

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Trotz nachlassender Wirtschaftsdynamik dürfte der asiatische Versicherungsmarkt in den nächsten Jahren stärker wachsen als in der Vergangenheit. Geschuldet ist diese Entwicklung allerdings vor allem der Verschiebung der Ländergewichte in der Region, denn zunehmende Regulierung und stärkerer Wettbewerb dürften das Wachstumstempo in den einzelnen Ländern drosseln.

Allianz SE
München, 07.07.2015

Über viele Jahre hinweg verzeichneten die asiatischen Schwellenländer – allen voran China – eine äußerst kräftige Wachstumsdynamik. Im Zeitraum 2002 bis 2011 legte das regionale Bruttoinlandsprodukt durchschnittlich um 8,2% pro Jahr zu, im Falle von China war der Anstieg mit +10,6% sogar zweistellig. Von derart hohen Raten ist die Region mittlerweile weit entfernt. In den vergangenen drei Jahren wuchs die regionale Wirtschaftsleistung recht konstant zwischen 6 und 6½% pro Jahr. Auf lange Sicht wird sich das Wachstumstempo voraussichtlich weiter moderat abschwächen. In fünf bis zehn Jahren dürfte sich das jährliche Plus nach unserer Einschätzung auf „nur noch“ maximal 5¼% belaufen.


Dennoch zählt der asiatische Markt nach wie vor zu den am raschesten wachsenden Versicherungsmärkten weltweit. Zwischen 2002 und 2014 wuchsen die Bruttoprämieneinnahmen in den von uns untersuchten vierzehn Ländern im Schnitt um 6,6% pro Jahr. Allein 2014 stiegen sie um 8,1% auf den neuen Rekordwert von umgerechnet rund 865 Mrd. EUR. Für die nächsten zehn Jahre erwarten wir ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 8%. Dass die Prognose für den Versicherungsmarkt damit trotz der erwarteten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums höher ausfällt, ist allerdings darauf zurückzuführen, dass Japans Marktanteil weiter abnimmt: Ohne Japan, dem bislang größten Versicherungsmarkt in der Region, lag das durchschnittliche Wachstum in Asien zwischen 2002 und 2014 bei 12,4% und dürfte zwischen 2015 und 2025 auf 10,6% pro Jahr zurückgehen. Maßgeblich für die künftige Entwicklung werden neben der schwächeren wirtschaftlichen Dynamik eine weitere Professionalisierung der Märkte und der fortschreitende demographische Wandel sein.