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Die Rendite der privaten Geldvermögen - Deutschland im internationalen Vergleich

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Seit 2010 herrschen in Deutschland Niedrigzinsen. Zwar befinden sich die Zinsen, gemessen an der Umlaufsrendite von Bundeswertpapieren mit einer Restlaufzeit von 9-10 Jahren, schon seit den 1990er Jahren im Sinkflug. Aber erst seit 2010 lässt sich dabei ein neues Phänomen beobachten: Seitdem liegen die Zinsen signifikant und dauerhaft unter dem nominalen Wachstum der Wirtschaft. Mit anderen Worten: Das Zinsniveau lässt sich nicht mehr fundamental erklären, mit dem Rückgang von Wachstum und Inflation, sondern ist nach unten verzerrt.

Allianz SE
München, 01.12.2015
Über die Gründe dafür muss nicht lange spekuliert werden, sie liegen in der unkonventionellen Geldpolitik. Seit Beginn der Eurokrise hat sich die EZB der Spirale des Misstrauens und zunehmenden Fragmentierung des Euro-Finanzmarkts mit aller Kraft entgegengestellt: Mit der unbegrenzten und langfristigen Bereitstellung von Liquidität für die Banken, mit dem ersten begrenzten ad-hoc Kaufprogramm für Staatsanleihen (SMP) sowie mit dem Versprechen, notfalls auch unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen (OMT). Als letzten Schritt in dieser Reihe hat die EZB zu Beginn dieses Jahres ein großangelegtes Kaufprogramm für Staatsanleihen und andere Papiere gestartet (QE oder Quantitative Easing im Jargon). Es ist ihre bisher schärfste Waffe, um den Euroraum wieder auf einen nachhaltigen Wachstums- und Inflationspfad zurückzuführen.