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Geringe Produktivitätszuwächse in Deutschland

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Das Wachstum einer Volkswirtschaft wird bestimmt durch Zuwächse der Arbeitsproduktivität und des Arbeitsvolumens. Erfolge am Arbeitsmarkt, die sich in einem steigenden Arbeitsvolumen – der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen – niederschlagen, sind somit ein wichtige Quelle für wachsenden Wohlstand. Gleiches gilt aber auch für eine steigende Arbeitsproduktivität. Wenn beide Größen kontinuierlich zunehmen, befindet sich eine Volkswirtschaft auf einem stabilen Wachstumspfad. 


München, 05.08.2013

Deutschlands Arbeitsmarkt hat seit den Arbeitsmarktreformen in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts einen kräftigen Aufschwung erlebt. Im Jahr 2012 waren 2,6 Mio. Menschen (+6,8%) mehr erwerbstätig als 2005, das Arbeitsvolumen lag um 2,4 Mio. Stunden (+4,3%) höher als 2005.


Bei diesen wirtschaftlichen Erfolgen, die Deutschland auch viel Anerkennung auf internationaler Ebene eingebracht haben, wird aber übersehen, dass sich das Produktivitätswachstum der deutschen Wirtschaft weiter verlangsamte. Stieg die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen von 1995 bis 2005 noch durchschnittlich 1,0% jährlich, so betrug der mittlere jährliche Anstieg von 2005 bis 2012 nur noch 0,5%. Noch stärker hat sich der Anstieg der Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde verlangsamt. Während deren Anstieg von 1995 bis 2005 noch durchschnittlich 1,6% erreichte, waren es von 2005 bis 2012 durchschnittlich 0,9%.