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Konjunkturprognose 2012

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Die Konjunkturrisiken haben infolge der Schuldenkrise zwar erheblich zugenommen, die jüngste Entwicklung ist jedoch nicht als den Beginn einer Rezession, sondern allenfalls als eine vorübergehende Wachstumspause zu sehen. Wahrscheinlicher ist sogar, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2011 weiterhin leicht wächst. „Hierfür spricht vor allem die weiterhin günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Nach wie vor entstehen Monat für Monat mehrere Zehntausend zusätzliche Arbeitsplätze in der deutschen Wirtschaft. Dies schafft Einkommen und erhöht angesichts tendenziell rückläufiger Inflationsraten auch die Kaufkraft. Eine Konsumschwäche ist von daher wenig wahrscheinlich“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.


, 05.10.2011

Auch für die anderen Bereiche der Binnennachfrage sehen die Perspektiven überwiegend günstig aus. Die außergewöhnlich niedrigen Kreditzinsen fördern die Bautätigkeit erheblich. Angesichts der hohen Auslastung der Kapazitäten ist eine weiterhin kräftige Investitionsnachfrage zu erwarten, sofern es allerdings nicht zu einer grundlegenden Verunsicherung hinsichtlich der wirtschaftlichen Zukunft kommt. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft um 1,5 Prozent wachsen.

Die Weltkonjunktur hat in der ersten Jahreshälfte 2011 an Schwung verloren. Durch die beginnende Rückführung der teils sehr hohen Budgetdefizite in den Industrieländern und der graduellen Normalisierung der Geldpolitik insbesondere in den Schwellenländern konnte das hohe Expansionstempo des Jahres 2010 nicht gehalten werden. Hinzu kamen in den ersten Monaten dieses Jahres jedoch zusätzlich dämpfende Effekte. Der Kaufkraftverlust infolge des ausgeprägten Rohstoffpreisanstiegs verhinderte in den Industrieländern, dass sich der Übergang auf ein stärker von der privaten Nachfrage getragenes Wachstum vollziehen konnte. Darüber hinaus hatten die Produktionsunterbrechungen in Japan infolge der Naturkatastrophe und des Reaktorunfalls im März vor allem über die Beeinträchtigung internationaler Wertschöpfungsketten globale Rückwirkungen. Von diesem ungünstigeren Gesamtumfeld war die Industrie besonders betroffen. Die Expansion der globalen Industrieproduktion kam im zweiten Quartal zum Erliegen. Die regional breit angelegte Schwäche übertrug sich auf den internationalen Warenaustausch, der im Vergleich zum ersten Quartal sogar leicht nachgab.