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Konjunkturprognose 2013

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Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist derzeit in besonderem Maße unsicher. Angesichts der guten wirtschaftlichen Konstitution Deutschlands müsste es weiterhin aufwärts gehen, aber das Risiko konjunkturell abzurutschen, ist inzwischen beträchtlich. Allen voran stehen die wirtschaftlichen Risiken, die aus der europäischen Schuldenkrise resultieren. Der Rückgang der Auftragseingänge aus dem Euroraum binnen eines Jahres (zweites Quartal 2012 gegenüber zweitem Quartal 2011) um fast 13% hat den Exportmotor zum Stottern gebracht. Noch bedenklicher ist aber, dass die Unsicherheiten über die Zukunft des Euro sich auch zunehmend in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen niederschlagen. Die Ausrüstungsinvestitionen sind in den letzten drei Quartalen um 3½% gesunken.

Allianz SE
München, 25.09.2012

Dennoch erscheint der Stimmungseinbruch derzeit ausgeprägter zu sein als die tatsächliche Verschlechterung der Lage. Während das Geschäftsklima in der Industrie laut Ifo-Test in den letzten Monaten geradezu abgesackt ist, ist bei den Auftragseingängen lediglich eine Stagnation festzustellen. „Ein Stimmungseinbruch kann der Vorbote einer Rezession sein, er muss es aber nicht. Unbestreitbar ist aber, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland erheblich verlangsamt hat. Auf Jahresrate gerechnet wuchs das BIP im ersten Halbjahr dieses Jahres noch um rund 1½%, im zweiten Halbjahr dürfte es allenfalls noch 1% sein“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

Das deutsche Wirtschaftswachstum 2013 hängt vom Fortgang der europäischen Schuldenkrise ab. Das entschiedenere Vorgehen der Politik spricht für Fortschritte bei der Bewältigung der Krise. Von daher dürften sich auch die wirtschaftlichen Erwartungen der Unternehmen allmählich wieder aufhellen. Der robuste Arbeitsmarkt dürfte auch 2013 eine wichtige Basis für eine weitere Expansion der Binnenwirtschaft bieten. Reale Einkommenssteigerungen von voraussichtlich 1½% werden den Konsum ankurbeln. „Von der außenwirtschaftlichen Seite dürften 2013 wieder erheblich stärkere Impulse kommen als zuletzt. Eine allmähliche Belebung des Welthandels ist wahrscheinlich, die Abwertung des Euro dürfte deutschen Exporteuren zudem Marktanteilsgewinne bringen. Die deutsche Wirtschaft wird deshalb 2013 mit 1,5% wieder spürbar stärker wachsen als 2012.“, sagte Heise.