Economic ResearchPublikationenThe NewslineUSAFed peilt die Dezember-Sitzung für einen Zinsschritt an

USA

Fed peilt die Dezember-Sitzung für einen Zinsschritt an

Service & Kontakte

Dr. Lorenz Weimann

Allianz SE
Tel. +49.69.24431-3737
Fax +49.69.24431-6791

E-Mail senden

Wir informieren Sie zeitnah über News und Termine der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns auf Twitter.

Mehr

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media

Die Fed hat es vermieden, in dem vor den Wahlen nervösen Umfeld eine Änderung beim Leitzins zu beschließen. Im Einklang mit den Signalen, die sie bereits im September gegeben hatte, unterstreicht sie aber, dass eine Anhebung der federal funds rate bevorsteht. Dies ist konsequent, da sich die Wirtschaftsdaten in die von ihr erhoffte Richtung entwickeln. Wir gehen davon aus, dass der Zinsschritt nunmehr auf der Dezember-Sitzung vollzogen wird. Auch rechnen wir unverändert damit, dass die geldpolitische Normalisierung im kommenden Jahr mit Zinsanhebungen um insgesamt 50 Basispunkte vorsichtig fortsetzt wird.

Allianz SE
München, 03.11.2016
Allianz-

Im Urteil der Notenbank haben sich die Argumente für eine Leitzinsanhebung „weiter“ verstärkt. Zunächst sollen aber noch „etwas“ mehr Belege abgewartet werden, dass sich Beschäftigung/Arbeitslosigkeit und Inflation zielkonform entwickeln. Klar verbessert erscheint in der Stellungnahme zu den geldpolitischen Beschlüssen die Einschätzung zur Inflationsentwicklung. Die Zuversicht, dass die 2%-Zielmarke erreicht wird, ist offensichtlich gestiegen.

Nach einem Jahr Pause rechtfertigen die vorliegenden Wirtschaftsdaten nach unserer Einschätzung in der Tat eine Fortsetzung der geldpolitischen Kurskorrektur. So lag die Kerninflationsrate des Preisindex für die privaten Konsumausgaben im dritten Quartal dieses Jahres mit 1,7% im Vorjahresvergleich bereits 0,3 Prozentpunkte höher als im Schlussquartal 2015. Im vierten Quartal könnte die Inflation sogar bei 1,8% liegen und damit in greifbare Nähe des Zielwerts der Fed (2%) kommen. Zinsregeln vom Taylor-Typ würden bei einer solch geringen Zielabweichung eine merkbare Korrektur des Leitzinses empfehlen. Überdies bestätigen die verschiedenen Maße für die Lohnentwicklung in der Grundtendenz einen Aufwärtsdruck infolge des festen Arbeitsmarktes. Mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote, wie ihn die Fed im kommenden Jahr erwartet, dürfte sich dieser Prozess verfestigen.

Fortgesetzt solide Beschäftigungsgewinne sind wahrscheinlich, da sich nach einer Phase mäßigen, maßgeblich nur vom Konsum gestützten, Wachstums die Wirtschaftsaktivität zuletzt wieder belebt hat. Der Quartalszuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung war im dritten Quartal mit 2,9% (Jahresrate) gut doppelt so hoch wie im zweiten Vierteljahr. Diese Belebung stützt die Projektionen der Fed vom September, wonach das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahresverlauf 2016 um 1,8% zulegen wird. Im laufenden Quartal müsste das BIP „lediglich“ um 2%-2½% expandieren, damit dieser Anstieg auch realisiert wird. Wir halten ein solches Ergebnis für erreichbar, da die Expansion der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage inzwischen auf einer breiteren Basis steht. Alles in allem dürften nur abrupt negative Entwicklungen die Fed dazu veranlassen, den Zinsschritt hinauszuschieben.

Kontakt

Dr. Michael Heise

Allianz SE
Fon +49.89.3800-16143

E-Mail senden

Thomas Hofmann

Allianz SE
Fon +49.69.24431-4912E-Mail senden