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PMIs lassen aufatmen

Trotz der aktuellen geopolitischen Konflikte hat sich die Stimmung gemessen an den EWU-Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung im Juli klar verbessert. So kletterte der Sammelindex für den Industrie- und Dienstleistungssektor auf 54 Punkte und liegt damit höher als im Mittel des ersten und zweiten Quartals dieses Jahres (53,1 bzw. 53,4). Dies ist hauptsächlich getragen durch den Dienstleistungssektor, während der PMI für die Industrie im Juli unter dem Durchschnitt des ersten Halbjahres blieb

Dass der deutsche Sammelindex sich gegenüber Juni um fast zwei Punkte auf einen Indexstand von 55,9 verbessern konnte, spricht weiter für Deutschland als wichtiges Zugpferd des Euroraums. Für Frankreich liegt der Dienstleistungsindex nun wieder knapp über der 50-Punkte-Marke, doch der Einkaufsmanagerindex für den Industriesektor bleibt deutlich unter dieser Expansionsschwelle.

Für das zweite Quartal rechnen wir in Frankreich mit einer leicht positiven BIP-Verlaufsrate von 0,2%. Im Gesamtjahr 2014 dürfte das dortige Wirtschaftswachstum 0,8% erreichen. Unseres Erachtens ist Frankreich damit nicht so schlecht wie sein zurzeit teils verbreiteter Ruf – das Land wird nicht zum „neuen kranken Mann“ Europas, doch sein Wirtschaftswachstum wird unter dem EWU-Durchschnitt liegen.

Für den diesjährigen Anstieg des EWU-BIP bleiben wir bei unserer Prognose von 1,2%. Ein weiteres Absacken der PMIs wäre bedenklich gewesen, doch mit den heutigen Daten sehen wir das Bild einer anhaltenden Konjunkturerholung bestätigt. Zwar waren einige Indikatoren im zweiten Quartal schwach, wie z.B. die Industrieproduktion im Mai. Dabei haben aber feiertagsbedingte Brückentage eine Rolle gespielt. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass sich das EWU-Wachstumstempo von 0,2% (Q/Q) im ersten Quartal 2014 im weiteren Jahresverlauf leicht beschleunigt.

Claudia Broyer

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