EWU

Schwungvoller Jahresauftakt der EWU-Wirtschaft

Trotz erhöhter globaler Unsicherheit zum Jahreswechsel gelingt der Konjunktur im Euroraum ein dynamischer Jahresauftakt. Auch in den kommenden Quartalen dürften die Rahmenbedingungen günstig bleiben. Für 2016 halten wir an unserer Wachstumsprognose für den Euroraum von 1,7% im Jahresdurchschnitt fest.

Nach vorläufiger Schätzung von Eurostat hat die Wirtschaftsleistung des Eu-roraums im ersten Jahresviertel um 0,6% (Q/Q) zugelegt. Damit ist die EWU-Wirtschaft so schnell gewachsen wie seit dem ersten Quartal 2015 nicht mehr. Die zu Jahresbeginn deutlich erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten hat der Konjunkturdynamik keinen merklichen Schaden zufügen können. Wie erwartet, haben die positiven Rahmenbedingungen – der niedrige Ölpreis, die Abschwächung des Euro-Außenwerts und die lockere Geldpolitik der EZB – der Kon-junktur geholfen.

Die bisher vorliegenden Ergebnisse für die einzelnen EWU-Volkswirtschaften sind bis dato durchweg positiv: Das Wirtschaftswachstum in Frankreich (0,5%) und Österreich (0,4%) hat im ersten Quartal an Fahrt gewonnen, während Spani-en das bereits sehr hohe Wachstumstempo der beiden Vorquartale beibehalten konnte (0,8%). Für Deutschland liegt noch kein Quartalsergebnis vor, aber aus dem EWU-Aggregat sowie aus den vorliegenden Konjunkturdatenschließen wir, dass das deutsche BIP im ersten Jahresviertel um mindestens 0,6% im Vergleich zum Vorquartal gewachsen ist.

Wichtigster Wachstumstreiber bleibt unserer Meinung nach der private Kon-sum. Dieser dürfte in den kommenden Monaten angesichts der weiterhin günstigen Rahmenbedingungen kaum an Dynamik verlieren. Zusätzlichen Rückenwind verspricht auch die gute Arbeitsmarktentwicklung. Nach ebenfalls heute von Eurostat veröffentlichten Daten ist die Arbeitslosenquote für den Euroraum im Monat März auf 10,2% gesunken – dies ist der niedrigste Wert seit August 2011. Bereits vorliegende detaillierte Ergebnisse zu den BIP-Komponenten für Frankreich und Österreich liefern darüber hinaus Anzeichen für eine Belebung der Investitionen. Wir sehen damit unsere Prognose, dass die Konjunktur im Euroraum 2016 nicht nur an Fahrt gewinnt, sondern auch stabiler wird, bestätigt. Für 2016 halten wir an unserer Wachstumsprognose für den Euroraum von 1,7% im Jahresdurchschnitt fest.

Kontakt

Katharina Utermöhl

Allianz SE
Fon +49.69.24431-3790

Send e-mail

PDF (125 kb)