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Die Konjunktur im Euroraum festigt sich weiter.  Nach einem starken  Jahresauftakt 2017 signalisieren aktuelle Stimmungsumfragen, dass das Wachstumstempo im zweiten Quartal beibehalten wird. Nachdem in den letzten Monaten politische Schlüsselrisiken erfolgreich umschifft werden konnten, dürfte die EWU-Binnennachfrage angesichts der abnehmenden Unsicherheit noch einen Gang hochschalten. Die gute weltwirtschaftliche Entwicklung wird voraussichtlich die Exporte ankurbeln.  Unsere EWU-Wachstumsprognose von 1,7% für das Jahr 2017 könnte übertroffen werden.

Allianz SE
München, 23.05.2017

Der konjunkturelle Aufschwung im Euroraum festigt sich weiter: Im Mai verharrte der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich mit 56,8 Punkten – unverändert gegenüber dem Vormonat – auf einem Sechs-Jahreshoch. Während die Konjunkturdynamik in Deutschland und  Frankreich merklich zulegen konnte, schwächte sich das Wachstumstempo außerhalb der zwei EWU-Schwergewichte etwas ab, lag aber immer noch nahe des Zehn-Jahreshochs. Besonders erfreulich ist, dass die Beschäftigungsentwicklung im Euroraum im Monat April so kräftig eingeschätzt wurde, wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Die Unternehmensumfragen signalisieren, dass die solide Wachstumsdynamik nach dem kräftigen Jahresauftakt 2017 nicht abgenommen hat. Im Gegenteil: Nachdem in den letzten Monaten politische Schlüsselrisiken erfolgreich umschifft werden konnten, wird die Binnennachfrage – insbesondere die Investitionen –  angesichts der  abnehmenden Unsicherheit voraussichtlich noch einen Gang hochschalten. Die Exporte hingegen dürften von der guten weltwirtschaftlichen Entwicklung profitieren. Zwar halten wir vorerst an unserer Prognose von 1,7% Wirtschaftswachstum für den Euroraum im laufenden Jahr fest, allerdings überwiegen zunehmend die Aufwärtsrisiken.

In Deutschland deuten die aktuellen Unternehmensumfragen darauf hin, dass die Wirtschaft auf dem besten Weg in einen Boom ist. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Monat Mai von 113,1 auf 114,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit 1991. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen wurden von den Unternehmen klar nach oben korrigiert, wobei die Beurteilung der Geschäftslage besonders gut ausfällt. Kräftige positive Impulse kamen zuletzt vor allem aus dem Bausektor und dem verarbeitenden Gewerbe. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland gibt sich ähnlich euphorisch: Im Monat Mai stieg der Sammelindex für den Industrie- und Dienstleistungssektor von 56,7 auf 57,3 Punkte.  Wir bleiben vorerst bei unserer Prognose eines Anstiegs des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 1,7% im Jahresdurchschnitt 2017, sollte allerdings der Exportmotor weiterhin so kräftig brummen (+6,6% j/j im ersten Quartal 2017), könnte das Wachstum auch höher ausfallen.

Der französische Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich ist im Mai nochmals kräftig gestiegen von 56,6 auf 57,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit sechs Jahren. Damit liegt der Sammelindex für die französische Wirtschaft zum zweiten Mal infolge leicht über dem deutschen. Insbesondere der PMI für den Dienstleistungssektor verbesserte sich deutlich und erreichte mit 58,0 Punkten nach 56,7 im Vormonat ein neues Sechs-Jahreshoch. Demgegenüber verbuchte der Index für den Industriesektor  einen leichten Rückgang von 0,3 Punkten auf 55,8. Nachdem die französische Wirtschaft lange nicht in Fahrt zu kommen schien und in den letzten drei Jahren merklich langsamer als der Euroraum gewachsen ist, erwarten wir nun eine Beschleunigung der Wachstumsdynamik. Denn mit dem Wahlsieg Macrons ist die Gefahr eines Frexits gebannt und die Reformaussichten für die französische Wirtschaft sind so günstig wie seit langem nicht mehr. Daher haben wir unsere Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht auf 1,5% angehoben.

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Katharina Utermöhl

Allianz SE
Fon +49.69.24431-3790

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