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Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

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Die Konjunktur im Euroraum hat sich im zweiten Quartal zwar abgekühlt, aber sie bleibt auf Kurs. Enttäuschend war allerdings die Entwicklung in Italien, wo die Wirtschaft stagnierte. Auch wenn vom Brexit-Votum kein allzu starker Dämpfer für die EWU-Wirtschaft zu erwarten ist, dürfte das Wachstumstempo in der zweiten Jahreshälfte nur verhalten ausfallen.

Allianz SE
München, 12.08.2016

Nach einer vorläufigen Schätzung von Eurostat hat die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Vierteljahr um 0,3% (Q/Q) zugenommen. Im Vergleich zum Vorquartal (0,6%) halbierte sich damit das Wirtschaftswachstum. Details zu den Komponenten liegen zwar noch nicht vor, aber wir gehen davon aus, dass der private Konsum angesichts günstiger Rahmenbedingungen wie bereits in den vorherigen Quartalen eine wichtige Konjunkturstütze war. Darüber hinaus rechnen wir erstmals seit einiger Zeit wieder mit positiven Impulsen vom Außenhandel.

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,4% gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Der konjunkturelle Aufschwung zeigt sich damit robust, auch wenn sich das  Wachstum nach dem starken Jahresauftakt (0,7% gegenüber Vorquartal) abgeschwächt hat. Laut Destatis gingen insbesondere vom Außenhandel positive Impulse aus.  Doch auch die deutsche Binnenwirtschaft zeigt sich weiterhin in guter Verfassung. Sowohl der private als auch der öffentliche Konsum stützten das Wachstum. Allein die schwache Investitionstätigkeit bremste die Wirtschaft im zweiten Quartal: Nach dem starken Jahresauftakt, wurde demnach insbesondere in Ausrüstungen und Bauten weniger investiert. 

Neben Deutschland konnten auch Belgien (0,5%), die Niederlande (0,6%), Spanien (0,7%) und Finnland (0,3%) positive Ergebnisse melden. Hervorzuheben ist auch Zypern mit einem Plus von 0,7%, wo die Wirtschaft offenbar zur Aufholjagd angesetzt hat.

Enttäuschend hingegen war die Entwicklung in Italien, Frankreich und Österreich, wo die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal stagnierte. Im Falle von Österreich und Frankreich ist die Nullrunde teilweise als Gegenreaktion auf das starke Startquartal 2016 zu werten. Was Italien betrifft, war die Konjunkturdynamik –  insbesondere angesichts der günstigen Rahmenbedingungen – jedoch auch in der vergangenen Quartalen eher schwach. 

Die heute veröffentlichten Daten bestätigen, dass die sich die konjunkturelle Erholung im Euroraum fortsetzt. Bereits vorliegende Konjunkturindikatoren für das dritte Quartal deuten darauf hin, dass vom Brexit-Votum kein starker Dämpfer zu erwarten ist und das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr allenfalls leicht an Schwung verlieren dürfte. Für 2016 halten wir an unserer Wachstumsprognose für den Euroraum von 1,5% im Jahresdurchschnitt fest.

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Katharina Utermöhl

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