Economic ResearchPublikationenThe NewslineEuro-RaumAufschwung nicht in Gefahr

EWU

Aufschwung nicht in Gefahr

Service & Kontakte

Dr. Lorenz Weimann

Allianz SE
Tel. +49.69.24431-3737
Fax +49.69.24431-6791

E-Mail senden

Wir informieren Sie zeitnah über News und Termine der Allianz Gruppe.

Abonnieren

Folgen Sie uns auf Twitter.

Mehr

  • Kontakt

  • Newsletter

  • Social Media

Entwarnung: Der Rückschlag bei den heutigen Stimmungsindikatoren ist nicht der Anfang vom Ende des gegenwärtigen wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Wirtschaftsdynamik im Euroraum ist weiterhin sehr stark und die Wachstumsaussichten bleiben ungetrübt. Vielmehr sehen wir in dem Stimmungsdämpfer die erwartete graduelle Normalisierung der zuletzt außerordentlich kräftigen EWU-Wachstumsraten. Im Jahr 2018 rechnen wir mit einem Wirtschaftswachstum von über 2% im Euroraum – seit 2015 wäre dies das vierte Jahr in Folge über der Potenzialrate.

Allianz SE
München, 21.02.2018

Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich im Euroraum ist im Februar auf ein 3-Monatstief gefallen. Trotz des Rückschlags notiert der Stimmungsindikator mit 57,5 Punkten jedoch nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Immerhin erreichte der EWU-Einkaufsmanagerindex im Januar ein 12-Jahreshoch. Für eine anhaltend starke Wirtschaftsdynamik und gute Wachstumsaussichten sprechen auch das weiterhin kräftige Plus beim Beschäftigungswachstum und eine erneute Verbesserung bei den Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist – hier erreicht der Index erneut ein Rekordhoch.

In Deutschland fiel der Sammelindex von 59,0 auf 57,4 Punkte – hauptsächlich bedingt durch den Servicesektor, dessen Index zwei Punkte nachgab und mit 55,3 Punkten auf ein 3-Monatstief zurückfiel. Erfreulich ist, dass der bereits seit 38 Monaten anhaltende positive Trend bei den Auftragseingängen ungebrochen bleibt. Allerdings fiel das Plus im Februar insbesondere bei den Exportaufträgen etwas geringer aus, was Hinweise auf eine sich leicht abkühlende Weltkonjunktur geben könnte.

Der französische Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich ist im Februar von 59,6 auf 57,8 Punkte zurückgefallen. Insbesondere bei der Industrie fiel die Umfrage etwas schlechter aus. Hier ist der Index um 4,1 Punkte auf 57,1 gesunken.

Die heutigen Stimmungsindikatoren lassen für den Euroraum im Startquartal 2018 eine annähernd so kräftige BIP-Verlaufsrate wie im Schlussquartal 2017 erwarten. Es ist davon auszugehen, dass sich die Stimmungsindikatoren im Eu-roraum in den kommenden Monaten weiter leicht eintrüben. Wir sehen darin jedoch nicht das Ende vom Anfang des gegenwärtigen Wirtschaftsaufschwungs, sondern vielmehr eine erwartete graduelle Normalisierung der zuletzt außer-ordentlich kräftigen Wachstumsraten im Euroraum. Alles in allem rechnen wir nach 2,5% BIP-Anstieg im vergangenen Jahr in 2018 erneut mit über 2% EWU-Wirtschaftswachstum – seit 2015 wäre dies das vierte Jahr in Folge über der Potenzialrate. 

  Kontakt

Katharina Utermöhl

Allianz SE
Fon +49.69.24431-3790

Send e-mail