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Konjunktur brummt zum Jahreswechsel

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Unbeeindruckt von der erhöhten globalen Unsicherheit hat die EWU-Konjunktur im Schlussquartal 2016 einen Jahresendspurt hingelegt. Aktuelle Konjunkturindikatoren und die günstige Arbeitsmarktentwicklung sprechen darüber hinaus für einen starken Jahresauftakt 2017. Wir rechnen in diesem Jahr mit einer leichten Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 1,8%.

Allianz SE
München, 31.01.2017

Laut der heute veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat ist die EWU-Wirtschaft im vierten Quartal um 0,5% Q/Q gewachsen. Nach 0,4% Q/Q im Vorquartal hat die konjunkturelle Erholung damit noch mal leicht an Tempo dazugewonnen. Im Jahr 2016 dürfte das durchschnittliche BIP-Wachstum im Euroraum damit wie erwartet bei 1,7% gelegen haben. Bisher scheint die Konjunktur im Euroraum die erhöhte wirtschaftliche und politische Unsicherheit der letzten Monate gut wegzustecken. Weder das Ergebnis der Brexit-Abstimmung im Juni noch der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl im November konnte die EWU-Wirtschaft von ihrem moderaten Wachstumskurs abbringen.

Die bisher nur vereinzelt vorliegenden Länderergebnisse sprechen für eine breitangelegte Wirtschaftserholung. Österreich konnte im vierten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,5% Q/Q verbuchen. Frankreich und Belgien sind mit 0,4% Q/Q wieder etwas kräftiger gewachsen. Die spanische Wirtschaft hingegen setzte ihren Wirtschaftsaufschwung im vierten Quartal mit ungebremstem Tempo (0,7% Q/Q) fort.

Aktuelle Konjunkturindikatoren und Stimmungsumfragen legen nahe, dass auch zu Beginn des Jahres 2017 mit einer soliden Konjunkturentwicklung zu rechnen ist. Die Bilanzrezession ist endlich überwunden und die Binnennachfrage dürfte weiterhin für positive Impulse sorgen. Die Kauflaune der Konsumenten wird zwar etwas unter der anziehenden Inflation und der Erholung der Ölpreise leiden, aber Unterstützung ist von der günstigen Arbeitsmarktentwicklung zu erwarten. Im Dezember lag die Arbeitslosigkeit im Euroraum bei 9,6% - dies ist der niedrigste Wert seit Mai 2009.

Die ebenfalls heute veröffentlichten Daten zur EWU-Inflation bestätigen unsere Annahme, dass das Deflationsgespenst 2017 völlig verschwinden dürfte. Die jährliche Inflationsrate für den Euroraum erreichte im Januar mit 1,8%  den höchsten Stand seit knapp vier Jahren. Wir rechnen damit, dass die Teuerungsrate auch im Jahresdurchschnitt 2017 nahe dem EZB-Zielwert liegen wird.  Zwar dürfte weder die solide Konjunkturentwicklung noch der deutliche Inflationsanstieg seit Ende letzten Jahres die EZB dazu bewegen, bereits bei der nächsten Sitzung Tapering-Pläne zu verkünden. Jedoch ist es höchste Zeit,  dass sich die EZB angesichts einer stärker als erwarteten Inflationsentwicklung die nötige Flexibilität zu einer schnelleren Verringerung der Anleihekäufe schafft.

  Kontakt

Katharina Utermöhl

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