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Die heutigen Umfrageergebnisse belegen, dass die Konjunktur im Euroraum auch im dritten Quartal nicht an Schwung verloren hat. In Deutschland und Frankreich legte die bereits hohe Wirtschaftsdynamik im Monat September nochmals deutlich zu - einhergehend mit kräftigem Beschäftigungswachstum - , während sich der robuste Aufschwung in den übrigen EWU-Ländern mit nur wenig abgeschwächtem Tempo fortsetzte.  Angesichts der rosigen Wachstumsaussichten und des zunehmenden Preisdrucks erhält die EZB von der Konjunkturseite eindeutig grünes Licht, im Zuge der Oktober-Sitzung eine Rückführung der QE-Käufe ab Anfang 2018 anzukündigen.

Allianz SE
München, 22.09.2017

Der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich im Euroraum ist im September wieder leicht angestiegen und erreichte mit 56,7 Punkten ein Vier-Monatshoch. Die Verbesserung wurde von der guten Entwicklung in Deutschland und Frankreich getragen, während die Konjunkturdynamik in den anderen von der Umfrage erfassten EWU-Ländern leicht nachließ. Besonders erfreulich ist die erneute Beschleunigung des Beschäftigungswachstums im Euroraum. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der Industriebereich, wo die Beschäftigung der Umfrage gemäß im Monat September so stark zulegte wie seit 20 Jahren nicht mehr. Insgesamt rechnen wir für den Euroraum im laufenden Jahr weiterhin mit einem BIP-Anstieg von 2,1%. Von der Konjunkturseite erhält die EZB angesichts der rosigen Wachstumsaussichten und des zunehmenden Preisdrucks grünes Licht, bereits im Zuge der Oktober-Sitzung eine weitere Rückführung der monatlichen Anleihekäufe ab Anfang 2018 anzukündigen.

In Deutschland verzeichnete der Sammelindex im September einen erneuten Anstieg auf 57.8 (+2 Punkte) und erreichte  damit den höchsten Stand seit Frühjahr 2011. Insbesondere in der Industrie legte die Dynamik nochmals deutlich zu auf 60.6 Punkte nach 59.3 Punkten im Vormonat. Doch auch im Dienstleistungsbereich war die Entwicklung positiv – der Index erreicht ein 6-Monatshoch von 55.6 Punkten nach 53.5 im August – nachdem der Sektor in den letzten Monaten eher geschwächelt hatte. Sowohl beim Beschäftigungswachstum als auch beim Auftragseingang verbesserte sich die Lage im September erneut. Die heutigen Umfrageergebnisse legen nahe, dass sich die Wachstumsdynamik im dritten Quartal 2017 allenfalls leicht abgeschwächt hat und stützen unsere Prognose von 2,0% deutschem Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr.

Der französische Einkaufsmanagerindex für den Industrie- und Dienstleistungsbereich ist im September erneut kräftig gestiegen und liegt mit 57,2 Punkten auf dem höchsten Stand seit Mai 2011. Insbesondere der PMI für den Dienstleistungssektor verbesserte sich deutlich auf  57,1 Punkte nach 54,9 im Vormonat. Demgegenüber konnte der PMI für den Dienstleistungssektor nur einen moderaten Anstieg von 0,2 Punkten auf 56,0 verbuchen. Ausschlaggebend für die erneute Verbesserung der Konjunkturlage in Frankreich war neben kräftigen Zuwächsen beim Auftragseingang auch eine erneute Beschleunigung des Jobaufbaus. Wir bleiben bei unserer Prognose, dass ein diesjähriger BIP-Anstieg von 1,7% in Frankreich erreicht wird.

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Katharina Utermöhl

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