Deutschland

Kräftiger Produktionszwachs im zweiten Quartal

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe, das die Industrie, die Energieerzeugung und das Baugewerbe umfasst, ist im Juni 2017 saison- und arbeitstäglich bereinigt zwar um 1,1%, gegenüber dem Vormonat gesunken, im zweiten Quartal 2017 ergab sich gegenüber dem ersten allerdings ein Produktionsplus von 1,8%. Dies stellt den stärksten Zuwachs im Quartalsvergleich seit dem zweiten Vierteljahr 2013 dar. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete im zweiten Quartal dabei einen Produktionsanstieg um 1,3%, der Bau um 2,7% und die Energieerzeugung um 4,3%.

Der kräftige Produktionszuwachs reiht sich in eine ganze Reihe positiver Konjunkturdaten im Frühjahr ein. So stiegen die realen Einzelhandelsumsätze im zweiten Quartal gegenüber dem ersten um 1,3%, nachdem sie im ersten gegenüber dem Schlussquartal 2016 nur einen minimalen Zuwachs aufwiesen. Dies lässt auf einen wieder deutlich lebhafteren privaten Konsum schließen, der im ersten Quartal lediglich um 0,3% expandierte. Von der Ausfuhr gingen im Frühjahr ebenfalls positive Impulse aus. So lag die nominale Ausfuhr im Durchschnitt April und Mai immerhin um 2,2% über dem Niveau im ersten Quartal 2017. All dies geht einher mit einem weiterhin kräftigen Beschäftigungswachstum. Bei einer Erwerbstätigenzahl, die im Vorjahresvergleich zuletzt um 1,5% gestiegen ist, dürften Wachstumsraten beim realen Bruttoinlandsprodukt mit einer Zwei vor dem Komma in Reichweite sein. Wir schätzen das saison- und arbeitstäglich bereinigte Wachstum des BIP im zweiten Quartal nun auf 0,6 bis 0,7% gegenüber dem ersten, im Vorjahresvergleich ergibt dies ein Wachstum von 1,8 bis 1,9%.

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Dr. Rolf Schneider

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