Deutschland

Beschleunigter Aufschwung

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2017 mit 0,6% gegenüber dem Vorquartal saison- und arbeitstäglich bereinigt kräftig gewachsen und damit spürbar stärker als in den beiden Vorquartalen. Dass der Aufschwung auf einer breiten Basis steht, zeigt sich an den deutlichen Zuwächsen, die sowohl die Binnenwirtschaft als auch der Export verzeichneten. Die Belebung beim Export deutet auf eine bessere weltwirtschaftliche Entwicklung hin. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass sich die Konjunktur im Euroraum weiter gefestigt hat.

Die kräftigen Zuwächse bei den Investitionen im ersten Quartal sind ein positives Signal, zumal sie auch für die Investitionen in Ausrüstungsgüter gelten. Es bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nicht nur um eine Eintagsfliege handelt. Immerhin waren die Ausrüstungsinvestitionen zuvor über drei Quartale geschrumpft.

Rätsel gibt allerdings nach wie vor die schwache Entwicklung der Arbeitsproduktivität auf. Im ersten Quartal 2017 waren 1,5% mehr Personen erwerbstätig als ein Jahr zuvor, der Zuwachs beim realen Bruttoinlandsprodukt betrug aber lediglich 1,9%, was einen Anstieg der Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigen von nur 0,4% bedeutet. Positiv gewendet kann diese Entwicklung allerdings als ein sehr beschäftigungsintensives Wirtschaftswachstum gedeutet werden.

Das Wirtschaftswachstum von 0,6% im ersten Quartal ist voll im Einklang mit unseren Erwartungen. Daher bleiben wir bei unserer Prognose eines Anstiegs des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 1,7% im Jahresdurchschnitt 2017.

 

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Dr. Rolf Schneider

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