Deutschland

Arbeitsmarkt profitiert vom beschäftigungsintensiven Wachstum

Auch im Mai setzte sich die positive Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt fort. Saisonbereinigt sank die Zahl der Arbeitslosen um 9.000. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Monate belief sich das Minus auf 19.000. Auch der kräftige Beschäftigungsaufbau setzte sich bis zuletzt fort. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland lag im April um 1,5% über dem entsprechenden Vorjahreswert. Ohne Zweifel ist das Wirtschaftswachstum in Deutschland gegenwärtig deutlich beschäftigungsintensiver als das früher noch der Fall war.

Erfreulich ist auch, dass der Beschäftigungsaufbau insbesondere im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten stattfindet. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag im März um 734.000 über dem Vorjahreswert. Das ist ein Plus von 2,4%. Interessant ist ein Blick auf die regionale Entwicklung. In zwölf von 16 Bundesländern wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stärker als die Erwerbstätigkeit insgesamt. Mit Abstand Spitzenreiter ist Berlin mit einem Plus von 4,3%. Auf den Plätzen folgen Bayern und Schleswig-Holstein mit 2,8% beziehungsweise 2,7%. Schlusslicht ist Thüringen, das aber immerhin auch noch ein Plus von 1,2% vorweisen kann.

Im Hinblick auf den weiteren Jahresverlauf sprechen aktuelle Unternehmensumfragen wie der Ifo-Test und Einkaufsmanagerindizes für eine Fortsetzung des kräftigen wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Arbeitslosigkeit dürfte damit weiter zurückgehen und die Beschäftigung weiter zulegen. Im Jahresdurchschnitt 2017 erwarten wir nun einen Anstieg der Erwerbstätigkeit um 610.000 auf rund 44,2 Mio. Personen und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 160.000 auf etwa 2,53 Mio. Personen.

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Gregor Eder

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