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Reisestudie 2006: Deutsche Reiseausgaben mit moderatem Wachstum

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Die Fußballweltmeisterschaft 2006 wird in Deutschland nach Einschätzung der Dresdner Bank für einen Tourismus-Boom sorgen. Die Einnahmen aus dem Tourismus werden im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 Prozent auf 25 Mrd. Euro steigen, schätzen die Volkswirte des Kreditinstituts in ihrer auf der CMT (Internationale Ausstellung für Caravan, Motor, Touristik) in Stuttgart vorgestellten Reisestudie. Am Ende dieses Jahres wird Deutschland voraussichtlich eine Zunahme bei den ausländischen Touristeneinnahmen von insgesamt rund 25 Prozent seit 2003 erzielt haben. Damit rangiert die Bundesrepublik hinter den USA, Spanien, Frankreich und Italien auf dem fünften Platz der weltweit beliebtesten Reiseziele.


, 17.01.2006

Umgekehrt werden die Deutschen für Reisen ins Ausland in 2006 voraussichtlich gut 59 Mrd. Euro (+2 Prozent) ausgeben. Im laufenden Jahr werden aufgrund des starken Euros erneut Fernreisen besonders gefragt sein. Dabei wird Südasien ein gutes Jahr nach der Tsunami-Katastrophe wieder starke Einnahmenzuwächse verbuchen. Aber auch die Türkei wird weiter hoch im Kurs stehen. Und Mallorca dürfte in diesem Jahr erneut vom Ansturm der Billigflieger profitieren. Weltweit wird es in der Tourismus-Industrie der Prognose zufolge zu einem Wachstum von 4 Prozent kommen.

Im vergangenen Jahr sind die Einnahmen durch ausländische Touristen und Geschäftsreisende in Deutschland voraussichtlich um rund 4,5 Prozent auf über 23 Mrd. Euro gestiegen. Vier Fünftel davon steuerten Touristen aus den europäischen Nachbarländern bei. Beliebt waren bei den europäischen Nachbarn insbesondere Reisen in deutsche Städte. Die meisten Gäste kamen im abgelaufenen Jahr aus den Niederlanden, dicht gefolgt von den Schweizern und den US-Amerikanern.


Deutschland hat im Jahr 2005 seinen Titel als Reiseweltmeister knapp vor den USA verteidigt. Bei den beliebtesten Auslandsreisezielen der Deutschen konnte Österreich, das 2004 erstmals Spanien von der Spitze verdrängt hatte, seine Spitzenposition verteidigen. Spanien - auf Platz 2 - profitierte von dem starken Anstieg der Kurzreisen, die durch den Boom der Billigflieger angefacht wurden. Auf Platz drei und vier folgen Italien und Frankreich.


Die deutschen Reiseveranstalter erzielten im Touristikjahr 2004/2005 einen Umsatz von knapp 20 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Plus von 4 bis 5 Prozent. Nach der tiefen Krise zwischen 2001 und 2003, als der Umsatz um 20 Prozent einbrach, hat die Urlaubsindustrie damit nun wieder zwei Wachstumsjahre hinter sich. Noch liegt die Branche aber unter ihrem Rekordwert von 2001.


Die Reisebüros erzielten 2005 nur ein bescheidenes Umsatzwachstum von einem Prozent. In den letzten beiden Jahren betrug das Plus kumuliert 4,5 Prozent und entsprach damit deutlich weniger als der Hälfte des Zuwachses im Veranstaltermarkt. Gründe sind der zunehmende Struktur- und Direktvertrieb sowie das wachsende Online-Geschäft der Leistungsanbieter.


Hans-Peter Muntzke

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hans-peter muntzke@dresdner-bank.com

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