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Euro Monitor 2011

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In diesem Jahr zeigt der Allianz Euro Monitor erstmals seit 2007 eine leichte Verringerung der makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone. Insbesondere im privaten Sektor wurden in erheblichem Umfang Schulden abgebaut. Als Frühwarnsystem misst der Euro Monitor, in welchem Umfang die einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion ein ausgewogenes Wachstum erzielen und so zur Stabilität des Euroraums beitragen.


, 07.12.2011

Die wichtigsten Ergebnisse des Euro Monitor 2011:

Erstmals seit 2007 haben sich die makroökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone insgesamt nicht weiter vergrößert. 12 der 17 Mitgliedstaaten konnten ihre Bewertung leicht oder moderat verbessern.

Erneut erhält kein einziger Staat eine sehr gute Bewertung (über 8) für die Ausgewogenheit des Wachstums. Die Spitzenreiter sind Deutschland, Luxemburg und Österreich: Alle drei Länder konnten ihre Gesamtbewertung gegenüber 2010 verbessern. Verschlechtert hat sich die Gesamtbewertung im Vorjahresvergleich nur für Griechenland, Slowenien und Zypern. Bei Griechenland waren der Einbruch der Binnennachfrage und der Beschäftigungsquote die Hauptursache. Die stärkste Verbesserung verzeichneten Belgien, Estland, Deutschland, Finnland und Spanien.

Frankreich liegt auf Platz 10 nach wie vor nur im Mittelfeld, Warnsignale leuchten bei mehreren Indikatoren wie Haushaltsdefizit, Welthandelsanteil, Arbeitslosenquote und Arbeitsproduktivität. Die Indikatoren für die Verschuldung im privaten Sektor und die Staatsverschuldung zeigen allerdings eine positive Tendenz.

Wie zu erwarten, ist Griechenland nach wie vor weit abgeschlagen. Irland und Portugal geben ein besseres Bild ab, auch wenn ein durchschnittliches Monitor-Rating von unter 4 immer noch Anlass zur Sorge gibt. Die Gesamtbewertung für Irland hat sich leicht verbessert, für Portugal ist sie konstant geblieben.

Italien konnte sich vom 13. auf den 12. Platz verbessern. Die größte Verbesserung konnte bei der Verschuldung der privaten Haushalte erzielt werden.

Während Slowenien enttäuschte, konnten die beiden anderen relativ neuen osteuropäischen Mitglieder der Eurozone, Estland und die Slowakei, ermutigende Fortschritte vorweisen und deutlich höhere Bewertungen erzielen. Estland ist der Musterschüler bei den Staatsfinanzen, und sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen haben erfolgreich Schulden abgebaut. Die Slowakei konnte auch bei der Verschuldung der privaten Haushalte und der Zahlungsbilanz Fortschritte erzielen.

In der Gesamtbetrachtung der Eurozone gab es die stärksten Verbesserungen wegen der spürbaren Fortschritte beim Schuldenabbau im privaten Sektor in der Kategorie "Private Verschuldung und Auslandsvermögensposition".

Bei der beobachteten Verringerung der makroökonomischen Ungleichgewichte muss die schwache Konjunktur in zahlreichen Ländern in Rechnung gestellt werden. Eine Reihe von Indikatoren wie Haushaltsdefizit, Lohnstückkosten, Inlandsnachfrage und Arbeitsproduktivität würden zyklusbereinigt wahrscheinlich wesentlich besser ausfallen.

Komplette Studie nur auf englisch verfügbar