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Eine Umschuldung Griechenlands sollte vermieden werden

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Ob man dabei die Zinsen auf Staatspapiere kürzt, Laufzeiten verlängert oder von einer 100% Rückzahlung abgeht, kommt letztlich aufs Gleiche hinaus, denn der aktuelle Kapitalwert der Forderungen, auf den es letztlich ankommt, sinkt in jedem Fall. Als Motiv einer Umschuldung spielt oft eine Rolle, dass private Investoren an den Kosten der Restrukturierung beteiligt werden sollen – seien es Sparer, Fondbesitzer, institutionelle Investoren wie Pensionsfonds und Versicherer, und natürlich Hedge-Fonds und Banken. Allerdings wird man bei einem Schuldenverzicht nicht nur bestimmte Gläubigergruppen zur Kasse bitten können. Wer einen Schuldenverzicht fordert, zieht auch den Steuerzahler mit ins Boot, denn die Kredite der Bundesregierung an Griechenland werden dann ebenfalls teilweise abgeschrieben werden müssen. Die beste Lösung für den Steuerzahler ist es – und das scheint manchmal unterzugehen –  wenn die Stabilisierung der Lage in Griechenland gelingt und die Schulden nebst Zinsen zu 100% bedient werden.


, 27.05.2010

Kann Griechenland das schaffen? Ja, auch diese Krise kann durch richtiges und konsequentes Handeln bewältigt werden. Man darf das Spiel nicht schon verloren geben, bevor die Maßnahmen der griechischen Regierung und der EU/des IWF überhaupt greifen. Auch suggestive Überschlagsrechnungen, die die Unmöglichkeit einer Lösung zeigen sollen, helfen nicht weiter. Erforderlich ist es, die finanzpolitische Lage in Griechenland und die Erfahrungen anderer Länder in ähnlichen Konsolidierungskrisen differenziert zu analysieren.

Dr. Michael Heise

e-mail: michael.heise@allianz.com