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Kein kollektiver "Emerging Market-Absturz"

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Für viele Schwellenländer beginnt das Jahr 2014 ziemlich dramatisch. Die Währungen stehen unter kräftigem Abgabedruck. Sorgen hinsichtlich einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und der massive Wertverlust des argentinischen Peso gegenüber dem US-Dollar waren Auslöser der aktuellen Flucht aus Schwellenländer-Währungen. Dabei kommen die Probleme, vor denen Argentinien derzeit steht, alles andere als überraschend. Sie sind  das fast schon zwangsläufige Ergebnis einer über Jahre hinweg verfehlten Wirtschaftspolitik, die unter anderem zu hoher Inflation, einer stark überbewerteten Landeswährung und einem kräftigen Verlust an Devisenreserven geführt hat. 


München, 03.02.2014

Nach unserer Einschätzung sind die gegenwärtigen Turbulenzen nicht Vorboten einer nachhaltigen Wachstumsabschwächung in der gesamten Gruppe der Schwellenländer. Differenzierung tut not und sie findet an den Finanzmärkten derzeit auch statt. Die Währungsverluste fallen von Land zu Land sehr unterschiedlich aus. Vergleichsweise stabil sind die Währungen der osteuropäischen Schwellenländer. So ist der polnische Zloty seit geraumer Zeit auf Grund der robusten wirtschaftlichen Verfassung des Landes gegenüber dem Euro weitgehend stabil. Seit Jahresbeginn 2014 hat er 2,3% an Wert verloren. Der ungarische Forint, der in der Vergangenheit auf Grund der wirtschaftlichen Probleme des Landes immer sehr volatil auf veränderte Stimmungslagen am Kapitalmarkt reagiert hat, verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf einen Wertverlust von knapp 5% gegenüber der europäischen Einheitswährung. Die insgesamt eher moderaten Wechselkursreaktionen haben zum einen mit der Stabilisierung der Konjunktur und der Verminderung von Ungleichgewichten in der EWU zu tun. Das verbessert die Wachstumsaussichten auch für die osteuropäischen Länder. Zum anderen haben die meisten mittel- und osteuropäischen Länder aber auch ihre eigenen makroökonomischen Ungleichgewichte verringern können.

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