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Allianz Global Wealth Report 2016

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Die Allianz hat die siebte Ausgabe ihres „Global Wealth Reports“ vorgestellt, der die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert. Danach scheinen die besten Jahre im Vermögenswachstum erst einmal der Vergangenheit an-zugehören: 2015 erzielte das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte mit 4,9% eine Zuwachsrate, die nur noch knapp über der Wachstumsrate der allgemeinen Wirtschaftstätigkeit lag.

Allianz SE
Munich, 21.09.2016

In den drei Jahren zuvor war das Vermögen dagegen mit im Schnitt 9% noch rund doppelt so schnell gewachsen. Vom Rückgang des Vermögenswachstums waren vor allem Westeuropa, die USA und Japan betroffen: In Westeuropa (3,2%) und den USA (2,4%) reduzierte sich 2015 die Zuwachsrate gegenüber 2014 auf weniger als die Hälfte. Am anderen Ende der Skala steht die Region Asien (ohne Japan) mit einem Zuwachs von 14,8%. Der Abstand zum Rest der Welt wird dabei immer größer. Dies gilt auch im Verhältnis zu den beiden anderen aufstrebenden Regionen, Lateinamerika und Osteuropa, die im Mittel nur noch halb so schnell wie Asien wachsen. Die Zeiten, in denen sie in etwa mit dem Tempo der Asiaten mithalten konnten, sind lange vorbei. Von den insgesamt EUR 155 Billionen weltweiten Brutto-Geldvermögens entfallen inzwischen 18,5% auf die Region Asien (ohne Japan), die ihren Anteil damit seit Beginn des neuen Jahrtausends mehr als verdreifachen konnte und auch am Euroraum (14,2%) vorbeigezogen ist.

Mit 4,5% wuchsen die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte 2015 im selben Tempo wie im Vorjahr. Insgesamt lagen die privaten Schulden Ende des Jahres bei EUR 38,6 Billionen und damit gut ein Viertel über dem Wert vor Ausbruch der großen Finanzkrise. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen verlief dabei allerdings sehr unterschiedlich: In Asien (ohne Japan) beschleunigte sich das Schuldenwachstum. In einigen Ländern wie Südkorea oder Malaysia liegen die Schuldenstandsquoten mittlerweile auf einem Niveau wie in den USA, Irland oder Spanien kurz vor dem Platzen der Immobilienblase. In Lateinamerika und Osteuropa dagegen verlangsamte sich – bedingt durch die Krise der großen Volkswirtschaften in diesen Regionen – das Wachstum der Schulden deutlich. In Nordamerika und Westeuropa schließlich war kaum eine Veränderung zu erkennen, die Verbindlichkeiten kletterten nur sehr moderat – und damit im sechsten Jahr in Folge langsamer als die Wirtschaftsleistung. In Summe agierten die privaten Haushalte bei der Schuldenaufnahme also weiterhin sehr vorsichtig; in vielen Ländern Westeuropas setzte sich auch 2015 der Abbau von Schulden fort.