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EZB QE: Quest for exit

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In ihrer jüngsten Studie analysieren die Ökonomen von Allianz Research die Auswirkungen einer geldpolitischen Normalisierung auf die Zinszahlungen des Privatsektors in der Eurozone. Das Ende der extremen Niedrigzinsen rückt langsam in Sichtweite. Im Markt nehmen daher Befürchtungen zu, dass der Ausstieg aus den Nullzinsen zum Kollaps der Wirtschaft führen könnte – die auf Schulden gebaut und deren Akteure mittlerweile abhängig von der „Droge“ des billigen Geld seien. Sind diese Befürchtungen gerechtfertigt?

Allianz SE
Munich, 26.04.2017

Im Gegensatz zu den Staaten hat der Privatsektor die zurückliegenden Jahre genutzt, seine Schuldenlast zu reduzieren. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die privaten Schulden im Euroraum seit ihren Höhepunkt im Jahr 2009 um 16 Prozentpunkte zurückgegangen. Sind Unternehmen und Haushalte also gerüstet, wieder höhere Zinsen zu verkraften? Dieser Frage geht das vorliegende Paper nach, indem es für die nächsten Jahre bis 2022 drei verschiedene Szenarien für die Zinswende simuliert und mit Hilfe von Regressionsmodellen ihre Auswirkungen auf den Schuldendienst analysiert. Das wichtigste Ergebnis vorweg: Auch wenn wieder steigende Zinsen für viele Unternehmen und Haushalte eine Herausforderung darstellen werden – die zusätzliche Belastungen bleiben insgesamt moderat. In der Regel bleiben die Aufwendungen für den Schuldendienst nicht nur hinter den Spitzenwerten des Kreditbooms zurück, sondern verharren auch unter den Werten der Vorkrisenjahre. Eine Entschuldigung fürs fortgesetzte Gelddrucken sind sie in keinem Fall: Von dieser Seite steht der Normalisierung der Geldpolitik nichts entgegen.