Golfstaaten: Die Lust und die Last des Ölreichtums

In keiner anderen Region spielt der Rohstoff Öl eine derart dominierende Rolle wie am Arabischen Golf. Die Golfstaaten könnten mit ihren Ölausfuhren 2004 den gesamten Ölverbrauch Europas decken. Ihre dominierende Stellung wird auch durch die hohen Ölreserven untermauert, die sich auf knapp 45 % aller bekannten Ölvorräte belaufen. Hinzu kommen die im Vergleich zu anderen Förderregionen extrem niedrigen Produktionskosten. Wie geht es dort weiter? Wir untersuchen dies in drei Szenarien.

Trotz der Dominanz des schwarzen Goldes bemühen sich die Golfstaaten, ihre Volkswirtschaften zu diversifizieren und auch auf andere Wirtschaftszweige auszurichten. Die geographische Lage der Region zwischen Europa und den dynamischen Volkswirtschaften Asiens begünstigt diese Bestrebungen. Wie wird sich die Wirtschaftskraft der Länder am Arabischen Golf in den kommenden fünf Jahren entwickeln? Können sie ihre Volkswirtschaften auf ein breiteres Fundament stellen und auf diese Weise die bislang dominante Rolle des Ölpreises eindämmen? Was kann und was wird die Wirtschaftspolitik in Gang setzen, um die Prosperität abseits der Ölförderung am Golf zu steigern. Was bedeutet die damit verbundene Wirtschaftsentwicklung für die Wirtschaftsbeziehungen zur EU und Deutschland.

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