Lauernde Risiken

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise noch vor einem Jahr hatten Konjunkturexperten dafür plädiert, dass die Zunft von nun an von Wachstumsprognosen absehen sollte, war man doch zu der Erkenntnis gelangt, dass die Konjunkturentwicklung zu viele Unwägbarkeiten birgt. Heute, also Anfang 2010, ist das alles Schnee von gestern. Ab Mitte 2009 ging es mit der Weltwirtschaft relativ stetig bergauf, lediglich einige kleine Länder haben die Erholung noch nicht zu spüren bekommen. In den meisten Ländern liegen die Einkaufsmanagerindizes deutlich über der 50-Punkte-Marke und lassen somit auf solides Wirtschaftswachstum schließen.

Befinden wir uns also bereits in einer stabilen und selbsttragenden Wachstumsphase? Diese Frage muss klar mit "nein" beantwortet werden. Mindestens zwei Risikoszenarien bestehen fort, deren Eintreten durchaus möglich ist:

- ein doppelter Wachstumsknick (Double Dip)
- ein deutlicher Anstieg der weltweiten Inflationsraten

Dr. Michael Heise

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