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Chinas Ambitionen in der Halbleiterindustrie 

  • In China wurde die Führung in der Halbleiterindustrie als ein vorrangiges Ziel für die 2020 eingeführte Dual-Circulation-Strategie des Landes definiert. Basierend auf dem 2015 eingeführten Plan "Made in China 2025" soll der 15te Fünfjahresplan des Landes (2021-2026), der im März vorgestellt werden soll, die Transformation des Landes zu einem bedeutenden Hightech-Produktionszentrum beschleunigen.
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  • China verfolgt die Fortsetzung einer vor Jahrzehnten begonnenen erfolgreichen Strategie, die das Land in den 2000er Jahren zur Weltfabrik für Unterhaltungselektronik werden ließ. Nach dem Beitritt zur WTO im Jahr 2001 erwirtschaftete China in den nächsten zwei Jahrzehnten einen kumulierten Handelsüberschuss von USD 3.700 Mrd. mit Computern, Fernsehgeräten und Telefonen. In den 2010er Jahren traten chinesische Marken dann als starke Herausforderer der etablierten US-amerikanischen, südkoreanischen und japanischen Unterhaltungselektronikmarken auf und waren in allen wichtigen Produktmärkten präsent. Mehr als 60 % der 1,3 Mrd. Smartphones, die 2020 weltweit verkauft werden, werden von Unternehmen aus China entwickelt und vermarktet.
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  • Chinas Aufstieg zum führenden Hersteller und Designer von Unterhaltungselektronik geht einher mit einem Handelsdefizit, das sich bei Halbleitern auf rund USD 200 Mrd. pro Jahr beläuft. Das Land hat sein Ziel verfehlt, bis 2020 40 % des heimischen Halbleiterbedarfs zu decken und kann realistischerweise nicht darauf hoffen, das für 2025 gesetzte Ziel von 70 % zu erreichen. Bisher hat sich noch kein chinesisches Unternehmen als starker Herausforderer der amerikanischen, südkoreanischen und taiwanesischen Firmen herauskristallisiert, die die Halbleiter-Wertschöpfungskette dominieren.
Der Bericht ist nur auf Englisch verfügbar.

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Aurelien Duthoit
Euler Hermes