
Super G bei den Paralympischen Spielen in Turin 2006
Es gibt weltweit ca. 500 Millionen Menschen mit Behinderungen; was ungefähr 10% der Weltbevölkerung entspricht. Viele von ihnen machen Sport zur Erholung und zur Rehabilitation. Die Paralympische Bewegung wurde in der Überzeugung gegründet, dass Sport der effektivste Weg ist, um die individuelle und gesellschaftliche Wahrnehmung zu beeinflussen und die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern.
Physische Aktivitäten, von Rehabilitations- zu Leistungssport, geben Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, ihr Potenzial zu erreichen, ihr Selbstvertrauen zu stärken und Spaß zu haben. Sport trägt zur Integration von Menschen in die Gesellschaft bei und kann so Leben verändern. Durch Sport kann jede Person – mit oder ohne Behinderungen – Erfolg und neue Perspektiven entdecken.
Aus diesem Grund ist das Ziel des IPC die Förderung der Paralympischen Werte durch Paralympischen Sport, dessen Ideale und Aktivitäten. Als Gold Patron des IPC und Förderer des Deutschen Top Teams hofft Allianz SE diese Werte durch die Unterstützung und Förderung des Paralympischen Sports auf nationaler und internationaler Ebene zu unterstreichen.

Deutsche Handbikerin Andrea Eskau
Paralympische Athleten werden in sechs verschiedene Gruppen (Klassifizierungen) von Behinderungen eingeteilt: Athleten mit Amputationen, Athleten mit Lähmungen, Athleten mit Sehbehinderungen, Athleten mit Querschnittslähmungen, Athleten mit geistigen Behinderungen und eine Gruppe für all diejenigen, die nicht in die bisher genannten Gruppen passen (genannt „Les Autres“, französisch für „die Anderen“).
Die Klassifizierung erlaubt eine Einteilung der Athleten für die Wettkämpfe. Nicht anders als beim Boxen oder Gewichtheben, bei denen die Athleten in Gewichtsklassen eingeteilt werden, werden die Athleten je nach Behinderung in Klassen eingeteilt, die sich durch den Grad der Behinderung bzw. der körperlich möglichen Funktionen, die diese Behinderung erlaubt, definieren.