Ein umfassendes Regelwerk, engagierte Mitarbeiter und der bahnbrechende technologische Fortschritt gewährleisten erfolgreiches Risikomanagement in der Formel 1, so dass die Fans den Sport voll genießen können. Neben vielen anderen erstaunlichen Maßnahmen spielt das Safety Car in diesem Zusammenhang eine große Rolle.
Werfen Sie einen genauen Blick hinter die Kulissen des Sicherheitsmanagements in der Formel 1:
- Das erste Safety Car in der Formel 1 wurde beim Großen Preis von Kanada im Jahre 1973 eingesetzt.
- 1985 wurden die ersten Crashtests in der Formel 1 eingeführt. Heute muss ein Formel-1-Auto vor seiner Zulassung insgesamt drei dynamische und zwölf statische Tests bestehen. Dabei muss die Überlebenszelle grundsätzlich völlig intakt bleiben.
- Fahrer können in einem Nomex®-3-Overall selbst Temperaturen von 840 Grad Celsius 35 Sekunden überleben! Zum Vergleich: In einer Sauna herrschen Maximaltemperaturen von 100 Grad, bei einem Wohnungsbrand bis zu 800 Grad und die Lava bei einem Vulkanausbruch erreicht zwischen 750 und 1000 Grad.
- In der Kurve Parabolica auf der Strecke von Monza sind Fahrer bei einer Geschwindigkeit von ca. 200 km/h extremen Zentrifugalkräften ausgesetzt.
- Um die Sicherheit der Zuschauer zu erhöhen, wurden die Sicherheitszäune rund um die Rennstrecke im Albert Park, wo der Grand Prix von Australien ausgetragen wird, auf 3,80 Meter erhöht. Mit diesen Maßnahmen reagierten die Veranstalter auf den Tod eines Streckenposten der 2001 von einem herumfliegenden Rad erschlagen worden war.
- Bei der für Formel-1-Helme verwendeten Hochleistungsfaser T 800 besteht ein Faden aus etwa 12.000 Mikrofäden! Diese Fäden sind jeweils 15 Mal dünner als ein menschliches Haar. Die Gesamtlänge aller in einem Helm verarbeiteten Fäden beträgt rund 16.000 Kilometer.
- Die Rennstrecke in Spa, Belgien ist eine der anspruchsvollsten Strecken im Formel 1 Kalender - nicht nur auf Grund ihrer Geschwindigkeit und der bergigen Natur, sondern besonders auch wegen der legendären Eau Rouge – eine der gefährlichsten Kurven weltweit.
- Die 557 beim Großen Preis von Malaysia eingesetzten Streckenposten und 177 Feuerwehrleute werden im Vorfeld des Rennens drei Wochen geschult! Damit soll die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht werden.
- Das Medical Center der Formel-1 ist rund um die Uhr geöffnet, mit allen medizinischen Geräten ausgerüstet und jeweils mit einem Unfallchirurgen, einem Anästhesisten und sechs Rettungssanitätern besetzt.
- Für ein Monocoque werden etwa 30 Quadratmeter Kohlefasermatten verarbeitet, deren einzelne Fasern fünfmal dünner sind als ein menschliches Haar.
- Die FIA machte mit einer besseren Beleuchtung den 400 Meter langen Tunnel in Monaco für die Fahrer sicherer. Seit 2001 spiegelt ein optisches System das Sonnenlicht ins Tunnelinnere und erzeugt einen Lichtkegel, der den Piloten die Einfahrt in die dunkle Betonröhre erleichtert und im Tunnel für nahezu optimale Lichtverhältnisse sorgt.

Bernd Mayländer
Stets im Hintergrund und dennoch einer der wichtigsten Faktoren für die Sicherheit in der Formel 1
Bernd Mayländer, der offizielle Formel 1™ Safety Car Fahrer. Die FIA ist für dasHandling des offiziellen Formel 1™ Safety Cars verantwortlich und schickt es auf die Strecke um Fahrzeuge und Fahrer zu schützen wenn eine Gefahrensituation droht.Bernd Mayländer über das Thema Sicherheit in der Formel 1™:„Im Gebiet der Sicherheit hat sich in der Formel 1 in den letzten Jahren Einiges getan. Egal von welchem Bereich man spricht, vom Fahrzeug, über die Rennstrecke, oder über den Ablauf einer Safety Car Phase – es gibt es immer wieder Feinheiten, an denen justiert werden kann.Innerhalb der FIA gibt es unterschiedliche Abteilungen, die sich um die Sicherheit in der Formel 1 kümmern. Es gibt viele Regularien die in Zusammenarbeit mir den Teams entstehen. Dieser intensive Austausch mit den Fahrern sorgt dafür, stetig das generelle Sicherheitslevel der Formel 1 zu erhöhen.Ich glaube wir sind bereits heute auf einem sehr hohen Niveau, welches wir aber in Zukunft noch weiter erhöhen möchten!“
Finden Sie mehr Einblicke von Bernd Mayländer in dem Allianz Safety Dictionary, einem bemerkenswerten Nachschlagewerk zu Sicherheit und Risikomanagement in der Formel 1:
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