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Zur Welt-Klimakonferenz in Bali fordert die Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms UNEP unter dem Vorsitz von Allianz und Dresdner Bank von der Politik Reduktionsziele über 2012 hinaus. Drei Fragen an Joachim Faber, Vorstandsmitglied der Allianz SE.
Allianz Group
München, 11.12.2007

  Illustratives Bild
Joachim Faber: "Ein Mandat von Bali ist extrem wichtig"
Was sind Ihre Erwartungen an die Klimakonferenz in Bali?
Faber: Es ist sehr wichtig, dass die Konferenz ein klares Verhandlungsmandat erteilt. Angesichts der jüngsten Erkenntnisse zum Klimawandel ist dafür jetzt der richtige Moment. Deutschland und die EU brauchen den Rückenwind aus Bali, um die Klimapolitiken der Regierungen und der Unternehmen voran zu treiben.
Warum ist das aus Ihrer Sicht so wichtig?
Faber: Ein großer Teil der Industrie benötigt internationale Abkommen, um keine Wettbewerbsnachteile zu  haben. Die DAX-Konzerne erzielen hierzulande ja nur 30 Prozent ihrer Umsätze.

Deutschland hat in der EU mit seinen ehrgeizigen Zielen eine Vorreiterrolle eingenommen und die EU zu hohen Zielen bewegt. Aber ein Land kann nicht alles voranbringen. Ein Mandat von Bali ist extrem wichtig und notwendig, um Asien und die USA mit in den Prozess zu integrieren.
Was könnte passieren, wenn Bali kein Verhandlungsmandat erteilt?
Faber: Der Emissionshandel würde wackeln, die Volumina stark sinken. Das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, würde in Frage gestellt.

Die Finanzbranche müsste ihre Forschungen zu den dann noch stärkeren Auswirkungen des Klimawandels deutlich erhöhen und sich an den schlimmsten Szenarien mit steigenden mittel- und langfristigen Risiken orientieren. Das hätte höhere Tarife, insbesondere bei den dafür sehr anfälligen Katastrophenabsicherungen, zur Folge.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Michael Anthony
Allianz Group
+49.89.3800-18401
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