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Eine neue Studie von Allianz und dem Lisbon Council zeigt insgesamt starke Verbesserungen in den meisten EU-Ländern, zukünftige Entwicklungen werden jedoch von globalen Unsicherheiten überschattet. In elf europäischen Ländern wächst die Produktivität mittlerweile schneller als in den USA.
Allianz Group
Brüssel, 03.03.2008

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Allianz SE, einer von Europas führenden Finanzdienstleistern, und der Lisbon Council als in Brüssel ansässiger Think Tank haben heute gemeinsam den "Europäischen Wachstums- und Beschäftigungsmonitor 2008: Indikatoren für eine erfolgreiche Wissensökonomie" vorgestellt. Dies ist die zweite Ausgabe des jährlich erscheinenden Rankings, das die Fortschritte im Lissabon-Prozess misst.

Die Studie untersucht, wie und in welchem Umfang Europas 14 größte Volkswirtschaften – Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Spanien und Schweden – die in der so genannten Lissabon-Agenda festgelegten oder daraus abgeleiteten Ziele bisher erreichen. Der Lissabon-Indikator bewertet die Länder nach sechs Schlüsselkriterien, die für Erfolg im 21. Jahrhundert entscheidend sind: Wirtschafts- sowie Produktivitätswachstum, Beschäftigungsentwicklung, Qualifikationsgrad der Beschäftigten, Ausrüstungsinvestitionen und Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen.

In einem Sonderteil mit dem Titel " Effizientere Ressourcennutzung – Schlüsselfaktor für Europas Wirtschaftskraft" beschäftigt sich die diesjährige Studie außerdem mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Umweltschutz. Es wird gezeigt, dass Energieeffizienz Europas langfristiger Wettbewerbsfähigkeit keinesfalls schadet, sondern sogar ein Wachstumstreiber ist. Außerdem kann Europa bei neuen Umwelttechnologien und Ökoinnovationen von Pioniervorteilen profitieren.
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Michael Heise: "Unsere Botschaft ist: Wir müssen auf Reformkurs bleiben"
Die Kernaussagen der Studie
- Wenn sich die aktuelle Dynamik fortsetzt, können die EU-15 die Ziele der Lissabon-Agenda erreichen. Dies signalisiert der aktuelle Zielerfüllungsgrad von 105  Prozent nach 89 Prozent im 3. Quartal 2006.
- Nur drei der untersuchten Länder – Frankreich, Österreich und Italien – sind derzeit nicht auf dem Weg, die Lissabonziele zu erreichen.
- Finnland führt das Ranking aufgrund hoher Werte bei Wirtschaftswachstum, Arbeitsproduktivität, Qualifikationsgrad der Beschäftigten sowie Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen klar an. Die Studie geht davon aus, dass Finnland problemlos in der Lage sein dürfte, die Lissabon-Vorgaben sogar zu übertreffen.
- Schlusslicht ist Italien, das insbesondere beim Wirtschaftswachstum, der Qualifikation von Arbeitskräften, der Arbeitsproduktivität sowie der Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen noch Nachholbedarf hat.
- Frankreich platziert sich auf dem 12. und damit drittletzten Rang. Die Hauptgründe sind das schleppende Wirtschaftswachstum und die schlechten öffentlichen Finanzen.
- Als erstes Land der neuen EU-Mitgliedstaaten wurde Polen in das Ranking aufgenommen und erreicht trotz sehr unterschiedlicher Ergebnisse in den einzelnen Subindikatoren auf Anhieb den 5. Platz. Stärken hat Polen insbesondere beim Wirtschaftswachstum und der Arbeitsproduktivität, Schwächen bei der Beschäftigungsquote und der Qualifikation von Arbeitskräften.
- Elf der betrachteten Länder weisen derzeit ein höheres Produktivitätswachstum als die USA auf. Dies ist eine bemerkenswerte Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund des europäischen "Job Wunders", der Schaffung von sechs Millionen neuen Arbeitsplätzen allein in den letzten zwei Jahren.
- Hochqualifizierte Arbeitskräfte werden immer mehr zu einem entscheidenden  Wettbewerbsfaktor. In dem entsprechenden Teilranking sind Finnland, Belgien und Irland die Spitzenreiter.
- Viele europäische Länder haben den jüngsten Wirtschaftsaufschwung nicht hinreichend zur weiteren Konsolidierung der Staatsfinanzen genutzt, um sich auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten, insbesondere auf die demographischen Veränderungen.
Bemerkenswertes Wirtschaftswachstum
Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz SE und Hauptautor der Studie sagte: "Europa kann auf ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum seit Anfang 2006 zurückblicken. Wir sind derzeit bei Wirtschaftswachstum und Produktivität stärker als die USA, was vor zwei Jahren noch undenkbar war. Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten dürfen uns jetzt nicht dazu verleiten, den eingeschlagenen Weg, der Europa wieder erfolgreich gemacht hat, zu verlassen. Das wäre die schlechteste Antwort. Unsere eindeutige Botschaft ist: Wir müssen auf Reformkurs bleiben und die Lissabon-Agenda dazu nutzen, unsere Position zu festigen und weiter auszubauen."

Paul Hofheinz, Präsident des Lisbon Council, fügte hinzu: "Wir begrüßen die stärkere Gewichtung von Bildung und Energieeffizienz im Lissabon-Zyklus 2008-2010. Unsere Studie zeigt, dass hohe Umweltstandards die Wettbewerbsfähigkeit Europas nicht ausbremsen. Im Gegenteil, Umweltschutz schafft neue Märkte und gibt innovativen Unternehmen die Möglichkeit, sich in diesem Feld zu echten Weltmarktführern zu entwickeln. Im Zeitablauf fördert eine höhere Energieeffizienz eine höhere totale Faktorproduktivität – und das kann nur gut sein. Hohe Produktivität schafft Wohlstand und Arbeitsplätze."

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Nicolai Tewes
Allianz Group
+49.89.3800-4511
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