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Ein Allianz Report fordert neue Wege der Risikodiversifikation in der Versicherungswirtschaft, die sich auf mehr klimabedingte Katastrophen und teurere Schäden einstellen muss. Mit zwei Katastrophenanleihen diversifiziert die Allianz Risiken und stärkt die Versicherbarkeit in einer stürmischen Welt.
Allianz Group
München, 13.12.2007

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Der Report steht jetzt in englischer Sprache zum Download zur Verfügung
Jedes Mal, wenn das UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) einen neuen Sachstandsbericht über den Klimawandel veröffentlicht, sind die Ergebnisse sicherer und alarmierender. Erst im November hat der Weltklimarat seinen vierten Sachstandsbericht herausgegeben: Danach werden steigende Temperaturen beispielsweise häufigere Hitzewellen, längere Dürren und intensivere Stürme verursachen.

Diese beunruhigenden Entwicklungen kommen für Versicherer und Rückversicherer nicht überraschend – sie registrieren seit Jahrzehnten steigende Schäden durch Naturkatastrophen. Nach einer neuen Studie der Allianz, "Hedging Climate Change" (etwa: sich vor Klimawandel absichern), haben Naturkatastrophen seit den 1970er Jahren zugenommen. Die meisten davon sind wetterbedingt, was einen Zusammenhang mit dem Klimawandel nahelegt.

"Die Allianz hat die Entwicklung von Naturkatastrophen und versicherten Schäden untersucht", sagt Clement B. Booth, Vorstandsmitglied der Allianz SE. Nach der Berücksichtigung anderer Trends, wie Verstädterung und Erschließung von Küsten- und Auenregionen, rechnet man damit, dass die versicherten Schäden zwischen 2010 und 2019 jährlich um 41 Milliarden US-Dollar steigen.
Neue Wege
Eine der zentralen Fragen des Berichts ist, ob und unter welchen Voraussetzungen sich die zunehmenden klimabedingten Katastrophen versichern lassen. Booth sieht Anpassung und Innovation dafür als die wesentlichen Punkte.

"Die Allianz nimmt beim Thema Klimawandel unter mehreren Aspekten eine Führungsrolle ein", sagt Booth. "Im Zusammenhang mit den Fragen des aktuellen Reports werden wir weiter nach neuen und innovativen Ansätzen suchen, um Risiken angesichts der Herausforderung zunehmender wetterbedingter Naturkatastrophen zu diversifizieren."

Der Report nennt Risikopartnerschaften zwischen privaten Versicherern und Regierungen als einen Weg, sich besser gegen Katastrophen abzusichern. Einige Beispiele solcher Partnerschaften gibt es bereits, zum Beispiel Hochwasserversicherung in Großbritannien oder staatliche Rückversicherungspläne in Australien.
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Clement Booth: "Die Allianz nimmt beim Thema Klimawandel eine Führungsrolle ein"
Schutz durch "Cat-Bonds"
Eine andere Möglichkeit der Risikodiversifikation bieten die Kapitalmärkte. Die Allianz hat bereits zwei Katastrophenanleihen (sogenannte "Cat-Bonds") auf den Markt gebracht: Der eine verbrieft die Risiken schwerer Überschwemmungen in Großbritannien sowie von Erdbeben in großen Teilen Nordamerikas, der zweite Sturmrisiken in sieben europäischen Ländern.

Cat-Bonds sind bei Investoren beliebt: Das Volumen der Neuemissionen dürfte 2007 etwa dreimal so hoch liegen wie noch 2005. Nach Aussage von Jay Ralph, CEO der Rückversicherung der Allianz SE, bieten Cat-Bonds "Schutz gegen Katastrophenrisiken und ermöglichen den Zugang zu nicht-traditionellen Rückversicherungskapazitäten mit mehrjähriger Laufzeit bei minimalem Kreditrisiko".
Umfassender Versicherungsschutz
Der Sturm-Cat-Bond vom November bietet der Allianz Schutz in Höhe von maximal etwa 200 Millionen Euro, die Anleihe zu Hochwasser und Erdbeben etwa 150 Millionen Dollar (über 100 Millionen Euro). Die Programme sind auf je eine Milliarde Euro bzw. Dollar angelegt, doch Ralph betont, dass diese Höhe nicht erreicht werden muss, um das Programm als erfolgreich zu bezeichnen.

Wenn diese Maßnahmen helfen, den Versicherungsschutz in einer immer stürmischeren Welt aufrecht zu erhalten und auszubauen, dann sieht Clement Booth die Allianz auf dem richtigen Weg: "Unser Ziel ist es, den Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen zu erhalten und sogar aufzubauen, damit wir unseren Kunden weiterhin umfassende Lösungen bieten können."
Viel bleibt unversichert
Trotzdem bleibt ein großer Teil der Katastrophenrisiken unversichert. Der Wirbelsturm Katrina, der bisher größte versicherte Einzelschaden der Geschichte, verursachte insgesamt Schäden von 144 Milliarden Dollar in den Südstaaten der USA – nur 49 Milliarden davon waren versichert.

Am größten ist die Kluft zwischen volkswirtschaftlichen und versicherten Schäden in Entwicklungsländern, wo die Versicherungsmärkte noch kaum entwickelt sind. Das Hochwasser in China 1996 verursachte zum Beispiel Schäden von ungefähr 24 Milliarden Dollar, von denen weniger als 500 Millionen versichert waren.

Dieser Teil der Welt leidet auch am stärksten unter den Folgen des Klimawandels – Hochwasser, Dürren und heftigen Stürmen. Nach der Statistik der Münchener Rück erlitt Asien zwischen 1980 und 2005 die meisten Naturkatastrophen (4500), bei denen insgesamt über 800.000 Menschen ihr Leben verloren. Auch wenn hierbei auch wetter-unabhängige Katastrophen wie Erdbeben erfasst sind, gehen die größten Schäden und Todesfälle auf das Konto von Stürmen und Überschwemmungen.


Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Michael Anthony
Allianz Group
+49.89.3800-18401
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