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In einer von der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG in Auftrag gegebenen Studie hat der Trierer Gesundheitsökonom Eckhard Knappe untersucht, wie sich umlagefinanzierte Pauschalprämien in der Krankenversicherung abhängig von vier zentralen Einflussgrößen entwickeln.
Allianz Private Krankenversicherungs-AG
München, 13.07.2005
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Eckhard Knappe: "Die Kombination der Faktoren verursacht die Probleme"

Unter ungünstigen Voraussetzungen könnten sich die Gesundheitsausgaben pro Kopf in den nächsten 30 Jahren verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt der Gesundheitsökonom Eckhard Knappe, Professor an der Universität Trier, in einer Studie im Auftrag der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG. Abhängig von vier zentralen Einflussgrößen hat er die Entwicklung von umlagefinanzierten Pauschalprämien – wie sie z.B. das Modell der Unionsparteien vorsieht – in der Krankenversicherung untersucht.

Knappes Fazit: Sollen alle vom medizinischen Fortschrift profitieren, werden die Prämien stark steigen. Szenarien ohne Kostendruck bedeuten kaum steigende Prämien, lassen aber Rationierungen im Gesundheitswesen erwarten.
Ursachen verstärken sich gegenseitig
"Es ist die Kombination aus demografischem Wandel, ausgabensteigerndem medizinischen Fortschrift und dem hohen Wachstum der Ausgaben für die Älteren, die auf der Ausgabenseite die Zukunftsprobleme verursacht", erklärt Knappe. Hinzu kommt, dass die Kosten im personalintensiven Gesundheitswesen stärker steigen als anderswo. "Jede einzelne dieser Ursachen ist für sich genommen wenig besorgniserregend, in ihrer Kombination verstärken sie sich jedoch gegenseitig."

Wilfried Johannßen, Vorstandsmitglied der Allianz Privaten, sieht die Gesellschaft deshalb vor einer bedeutsamen Entscheidung: "Will sie künftig eine Zwei-Klassen-Medizin riskieren, bei der nicht mehr alle an den Segnungen des medizinisch-technischen Fortschritts teilhaben werden, oder reformiert sie das bestehende System grundlegend?"
Einnahmenseite: Umlage oder Kapitaldeckung?
Beim derzeitigen Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung müssen die Jüngeren den Zusatzbedarf der Älteren finanzieren.

Knappe: "Solange das Umlageverfahren bleibt, wird jeder einzelne der nachwachsenden Generation stärker belastet werden, allein deshalb, weil die Finanzierung von weniger Personen aufgebracht werden muss. Diese Folge der geringen Geburtenraten ist im Umlageverfahren unausweichlich." Das gelte auch für die pauschale "Bürgerversicherung".
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Wilfried Johannßen: "Will die Gesellschaft eine Zwei-Klassen-Medizin riskieren?"

Ausgaben: Mehr Wettbewerb gefordert
Auch die Ausgabenseite halten die Experten für reformbedürftig: "Kommt es nicht zu mehr Wettbewerb, wird Rationierung die Folge sein", sagt Knappe. Das würde heißen, dass gesetzlich Versicherte nur noch eingeschränkt vom medizinisch-technischen Fortschritt profitieren könnten. Mehr Wettbewerb könnte hingegen dafür sorgen, dass die vorhandenen Mittel ergebnisorientiert und effizient eingesetzt werden.

Johannßen stimmt dem zu: "Eine Reform des Gesundheitswesens muss zu mehr Marktwirtschaft im Gesundheitswesen führen."
Wachstumsmotor statt Bremsklotz
Knappe kann sich sogar vorstellen, dass ein kapitalgedecktes, wettbewerbsorientiertes Gesundheitssystem die Konjunktur durch Kapitalbildung und Investitionen ankurbelt, statt sie durch die steigenden Lohnnebenkosten zu verlangsamen: "Durch mehr Wettbewerb kann das Gesundheitswesen aus den Fesseln einer unausweichlichen Rationierungspolitik befreit werden. Statt Ausgabenkontrolle durch weniger Leistungen kommt es zu kostengünstigeren Leistungen. Durch den Übergang zur Kapitaldeckung wird aus einem Bremsklotz für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ein Wachstumsmotor."

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Ulrich Hartmann
Allianz Private Krankenversicherungs-AG
+49.89.6785-2198
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