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In Deutschland gärt und brodelt es: Immer mehr Bauern entdecken für sich eine neue Einkommensquelle und stellen Faulbehälter zur umweltfreundlichen Energiegewinnung auf den Hof. Allianz und Dresdner Bank begleiten das wachsende Geschäft.
Allianz Group
München / Freising, 18.09.2007
Für feine Nasen sind Biogasanlagen zuweilen eine Prüfung. Wer aber einen Riecher für Zukunftstechnologien hat, wird an ihnen kaum vorbeikommen.

Noch freilich steht die Branche erst am Anfang: 2006 betrug der Anteil von Biogas an der deutschen Stromproduktion nicht mal ein Prozent. Im Jahr 2020, so eine Prognose des Fachverbandes Biogas, könnte er dagegen schon bei acht bis zehn Prozent liegen.

Josef Pellmeyer, heute Präsident des Biogasverbandes, war 1996 einer der ersten im Land, die auf Biogas setzten. Inzwischen sind bundesweit 3500 Anlagen in Betrieb.
Künstlicher Magen
Beschickt mit speziellen Energiepflanzen oder mit Gemüse- und Speiseabfällen, mit Grasschnitt, Altheu und einem kräftigen Schuss Gülle beginnt es in den Fermentern nach einigen Tagen mächtig zu brodeln. Wie in einem Kuhmagen wird bei der Zersetzung des organischen Materials Methan freigesetzt, mit dem im angeschlossenen Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt wird.

2006 stellte sich Pellmeyer eine zweite Biogasanlage auf den Hof. Das Darlehen dafür kam von der Dresdner Bank, die Versicherung von der Allianz.
  Illustratives Bild
Klaus Schmuck, Leiter des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien der Dresdner Bank und Josef Pellmeyer, Biogas-Landwirt
Einzigartiges Angebot
Eines von einer ganzen Reihe Projekten, die von der Dresdner Bank im Bereich Erneuerbare Energien inzwischen finanziert wurden. Die Nachfrage ist dabei weit höher, doch wenn das Allianz Zentrum für Technik (AZT) nach Analyse des technischen Konzepts und der Investitions- und Betriebskosten nicht sein grünes Licht gegeben hat, rücken die Banker nicht einen Euro raus. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag hatten Bank und AZT im Mai 2006 geschlossen.

Bei Josef Pellmeyer hat am Ende alles gepasst. Klaus Schmuck, Leiter des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien der Dresdner Bank, sieht darin ein wichtiges Signal: "Ein Rundum-Paket aus Versicherung, Finanzierung und technischer Beratung – kein anderer im Markt hat das zu bieten."

Ein enormer Vorteil in einem Geschäftsfeld, das gerade dabei ist, das traditionelle Bild von der Landwirtschaft und das Selbstbild der Bauern nachhaltig zu verändern.
Ungeklärte Fragen
Bis letztes Jahr hatte Pellmeyer seinen Betrieb von 150 Hektar unweit des Münchner Flughafens noch weitgehend traditionell bewirtschaftet. Inzwischen gehen 70 Prozent der Ernte in die Energieproduktion, der Rest dient als Futter für die 200 Rinder auf dem Hof. Fast der gesamte Strom aus seiner Anlage wird ins Netz der Stadtwerke Freising eingespeist. Zehn Prozent nutzt Pellmeyer für den Eggertshof, der seit dem 15. Jahrhundert in Familienbesitz ist.

Mittelfristig, sagt er, werde er wohl vollständig auf Energieproduktion umstellen und eventuell auch in die Kraftstoffherstellung einsteigen. Im Moment experimentiert er mit verschiedenen Pflanzenarten, um herauszufinden, welche den größten Energieertrag liefern. "Viele Fragen sind noch ungeklärt", so der 53-Jährige.
 
Eggertshof: Energie frisch vom Bauern
Illustratives Bild
 
Erhebliches Potential
Über das Potenzial der Bioenergie aber besteht weitgehend Einigkeit. Würden nur zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland für die Energieproduktion genutzt und die Anbau- und Verwertungstechniken optimiert, könnte nach Berechnungen des Biogasverbandes mit dem gewonnenen Biomethan die Hälfte der Erdgasimporte aus Russland ersetzt werden. Bis zum Jahr 2030 stünden bei Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität rund 4,5 Millionen Hektar für den Anbau von Energiepflanzen zur Verfügung. "Und das, ohne dadurch die Nahrungsmittelproduktion in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen", unterstreicht Pellmeyer.

Allein drei Millionen Hektar ließen sich für die Herstellung von Biogas einsetzen, das gegenüber anderen pflanzlichen Energieträgern die beste Effizienz aufweist: Die Reichweite von aus Biogas gewonnenem Kraftstoff beträgt pro Hektar über 70.000 Kilometer, die von Biodiesel dagegen nur 20.000.

Derzeit werden allerdings erst an die 450.000 Hektar der Ackerflächen in Deutschland für die Produktion von Biogas genutzt. Wenn es nach Pellmeyer ginge, wäre man schon viel weiter: "Wir müssen die Branche jetzt aufbauen", sagt er – und hat dabei nicht nur den heimischen Markt im Blick. Kein Wunder: In der Biogastechnologie ist Deutschland weltweit führend. Energie frisch vom Bauern – die Zukunft hat bereits begonnen.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Kirsten Becker
Allianz Deutschland AG
+49.89.3800-18170
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Martin Halusa
Dresdner Bank
+49.69.263-50750
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