Beitragseinnahmenplus von 16,4 Prozent:
Die Beitragseinnahmen der Allianz Gruppe stiegen weltweit von 46,2 Milliarden Euro um 16,4 Prozent auf 53,8 Milliarden Euro. Rund 82 Prozent der Einnahmen wurden im Heimatmarkt Europa erzielt. Knapp zwei Drittel der gesamten Beiträge stammen aus der Schaden- und Unfallversicherung (36 Milliarden Euro, + 16,7 Prozent).
Die Belastungen aus Naturkatastrophen erhöhten sich spürbar, insbesondere bei den Gesellschaften in Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich. Allein die beiden Stürme „Lothar“ und „Martin“ verursachten nach Rückversicherung einen Aufwand von mehr als 260 Millionen Euro. Auch von den Erdbeben in der Türkei, in Griechenland und Taiwan war die Allianz Gruppe betroffen.In der Lebens- und Krankenversicherung stieg der Umsatz um 16,3 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Besonders die gute Geschäftsentwicklung in Deutschland führte zu einer deutlichen Umsatzsteigerung. Getrieben wurde diese Entwicklung durch die anhaltende politische Diskussion über die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung und die Pläne der Bundesregierung, kapitalbildende Lebensversicherungen zu besteuern.
Kapitalanlageergebnis um 24,5 Prozent gestiegen:
Der Zeitwert der Assets under Management der Allianz Gruppe lag 1999 bei 384 Milliarden Euro. Das sind 42 Milliarden Euro oder 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Darin sind 30 Milliarden Euro enthalten, die für private und institutionelle Kunden betreut werden. In diesem Geschäftsbereich wurde ein Jahresüberschuss von 53 Millionen Euro erzielt. Das Gesamtergebnis aus den konzerneigenen Kapitalanlagen erhöhte sich um 24,5 Prozent von 14,8 auf 18,4 Milliarden Euro.
Jahresüberschuss bereinigt mit Plus von 11 Prozent:
Das Ergebnis vor Steuern und Goodwillabschreibungen erhöhte sich um 11,6 Prozent von 4,4 Milliarden Euro auf 4,8 Milliarden Euro. Nach Abzug der erhöhten Abschreibungen auf den Goodwill und der Anteile Dritter am Ergebnis sowie nach Steuern, die sich durch Steueränderungen ermäßigten, ergab sich ein Jahresüberschuss von 2,2 Milliarden Euro. Bereinigt um die Sondereinflüsse, die sich nach Steuern und Anteilen Dritter auf 213 Millionen Euro saldieren, erhöhte sich der Jahresüberschuss um 11 Prozent auf 2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro).
Dividendenerhöhung um 11 Prozent vorgeschlagen:
Die höhere Ertragskraft hatte ein besseres Ergebnis pro Aktie in Höhe von 9,11 Euro zur Folge. Bereinigt um die genannten Sondereffekte, sind es 8,24 Euro je Aktie (Vorjahr: 7,50 Euro). Der Hauptversammlung wird zum sechsten Mal in Folge vorgeschlagen, die Dividende zu erhöhen, diesmal um 11 Prozent von 1,12 auf 1,25 Euro.
Streubesitz erhöht:
Die Anzahl der Allianz Aktionäre stieg um mehr als ein Drittel von 197.000 auf 262.000. Mit einer Marktkapitalisierung von 81,8 Milliarden Euro Ende 1999 gehörte die Allianz zur Gruppe der am höchsten bewerteten Aktiengesellschaften Europas.
Inzwischen befinden sich 51 Prozent der Allianz Titel im Streubesitz. Durch die geplante Reduzierung der gegenseitigen Beteiligungen von Allianz und Münchener Rück wird sich der Streubesitz in den nächsten Jahren nochmals deutlich von 51 auf 56 Prozent erhöhen. Dadurch wird die Allianz Aktie für Privatanleger noch attraktiver.
Erstes Quartal und Ausblick auf laufendes Geschäftsjahr 2000:
Die Bruttobeitragseinnahmen erhöhten sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000 um 7,2 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Begünstigt wurde diese Steigerungsrate durch Konsolidierungs- und Währungskurseffekte. Die Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 5,3 Prozent von 11,3 auf 11,9 Milliarden Euro und die Lebens- und Krankenversicherung um 11,9 Prozent von 4,4 auf 4,9 Milliarden Euro.Die Allianz erwartet für das laufende Geschäft bis zum Jahresende eine Umsatzsteigerung von 4 Prozent. Das Ergebniswachstum dürfte aus heutiger Sicht bei etwa 10 Prozent liegen. Dabei sind die Sondereffekte in 1999 nicht berücksichtigt. Die Basis ist folglich ein bereinigter Wert des Jahres 1999 in Höhe von 2 Milliarden Euro. Diese Einschätzung steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass sich keine größeren Belastungen aus Naturkatastrophen und Großschäden ergeben und auf den Kapitalmärkten größere Turbulenzen ausbleiben.
Weitere Internationalisierung und Investition in Kerngeschäfte:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Allianz konsequent an der Internationalisierung und am Ausbau ihrer Kerngeschäfte gearbeitet. Neben der erfolgreichen Integration der französischen AGF Gruppe war 1999 der Erwerb des amerikanischen Vermögensverwalters PIMCO ein weiterer Meilenstein. Mit der PIMCO Transaktion, die formalrechtlich in diesem Frühjahr abgeschlossen wurde, hat die Allianz bei der Vermögensverwaltung einen Quantensprung auf Platz sechs in der Weltliga gemacht.
Aktives Portfolio Management:
Die Allianz wird als institutioneller Investor weiterhin langfristige Beteiligungen eingehen. Diese Anlageform bietet attraktive Renditen und erfüllt auch den volkswirtschaftlichen Zweck, Kapital für unternehmerisches Wachstum bereitzustellen. Die Allianz wird aber in Zukunft – in der Erwartung, dass die Steuerreformpläne der Bundesregierung sich realisieren – ihr Portfolio Management generell noch aktiver und flexibler betreiben. Der Euro ermöglicht darüber hinaus eine nicht mehr nur auf Deutschland, sondern auf Europa hin orientierte Anlagestrategie. „Diese Vorteile in der Beweglichkeit und in der Eröffnung neuer Anlagehorizonte werden wir nutzen, um unsere Performance weiter zu verbessern, Kapital umzuschichten und in unsere Kerngeschäfte zu investieren“, sagte Dr. Henning Schulte-Noelle, Vorstandsvorsitzender der Allianz AG.
Service- und Internetoffensive:
Als erster Versicherer bietet die Allianz ihren Kunden weltweit eine Patent-Haftpflichtversicherung als Schutz vor Vermögensschäden. Und als einer der ersten Versicherer kommt die Allianz mit einer Haftpflichtversicherung gegen Internet- und Computerrisiken auf den Markt. Innovative Schritte auch bei der Vermögensverwaltung: Im neuen Dachfondskonzept „Horizont“, das noch im Mai auf den Markt gebracht wird, werden erstmals von PIMCO gemanagte Fonds enthalten sein. Mit jährlichen Investitionen in Höhe von dreistelligen Euro-Millionenbeiträgen bringt die Allianz eine ganze Reihe von Internet-Aktivitäten auf den Weg. Strategischer Partner wird die Firma Cisco, die auf dem Gebiet von Hard- und Software bei Netzwerkkomponenten führend ist. Allianz Kunden werden künftig zusätzliche Informations-, Service-, und Einkaufsmöglichkeiten im Internet erhalten. Vorgesehen ist unter anderem die Errichtung eines weltweiten Allianz Portals, in dem sich die Gruppengesellschaften der Allianz ihren jeweiligen Märkten und Kunden präsentieren können.
Globale Sponsoringaktivitäten:
Mit neuen Wegen in der Markenkommunikation will die Allianz ihre Bekanntheit weltweit steigern. Die Allianz hat gestern mit dem BMWWilliamsF1 Team einen Partnerschaftsvertrag und mit der FIA, der Fédération Internationale de l‘ Automobile, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Damit setzt die Allianz ihre Strategie einer globalen Markenkommunikation fort, die im vergangenen Jahr mit der internationalen Image-Kampagne „The power on your side“ begonnen hat. Die Kooperation sieht als Novum in der Formel 1 eine Zusammenarbeit im Risiko-Management vor und damit verbunden einen Wissens-Transfer zwischen dem BMWWilliamsF1 Team und dem Allianz Zentrum für Technik.
Allianz mit zweistelligem Ergebniszuwachs in 1999
Internationalisierung und Ausbau der Kerngeschäfte - Internetoffensive und globale Markenkampagne
Die Allianz Gruppe hat auch 1999 mit einer Ergebnissteigerung von knapp 23 Prozent (bereinigt um Sondereinflüsse: 11 Prozent) ihr Ziel eines profitablen Wachstums erreicht. Der diesjährigen Hauptversammlung wird eine Dividendenerhöhung um 11 Prozent von 1,12 auf 1,25 Euro vorgeschlagen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000 erhöhten sich die Bruttobeitragseinnahmen um 7,2 Prozent von 15,7 auf 16,8 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende wird ein Wachstum beim Umsatz von 4 Prozent und beim Ergebnis von 10 Prozent erwartet. Mit Blick auf ihre Kunden startet die Allianz eine Internetoffensive und eine globale Markenkampagne.