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Allianz setzt profitablen Wachstumskurs fort / Beitragseinnahmen gestiegen und combined ratio verbessert
Allianz Group
München, 14.08.2001
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Hauptsitz der Allianz in München Foto: allianz.com news

Die Allianz Gruppe hat im ersten Halbjahr 2001 ihren ertragsorientierten Wachstumskurs fortgesetzt. Die weltweiten Beitragseinnahmen stiegen um 7,1 Prozent auf 37,6 Milliarden Euro. Aufgrund deutlich weniger
Gewinnrealisierungen im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verringerte sich der Halbjahresüberschuss um 7,8 Prozent von 1,5 auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Die Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr 2001 bleibt indessen unverändert: Erwartet wird ein Anstieg des Jahresüberschusses um rund 13 Prozent – ohne Einbeziehung der Dresdner Bank. Die Vergleichsbasis ist dabei der um steuerliche Sondereffekte bereinigte Vorjahresüberschuss von 2,4 Milliarden Euro.
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Die Beitragseinnahmen stiegen um 7,1 Prozent

Beitragseinnahmen gestiegen
Die gesamten Beitragseinnahmen erhöhten sich in der ersten Jahreshälfte um 7,1 Prozent von 35,1 auf 37,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte ergab sich ein Wachstum von 5,1 Prozent, das damit spürbar über dem des ersten Quartals mit 4,4 Prozent lag. In der IAS-Rechnung erhöhten sich die Bruttobeiträge um 7,9 Prozent von 29,1 auf 31,4 Milliarden Euro.

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beiträge um 9,7 Prozent von 20,3 auf 22,3 Milliarden Euro. Gemessen am gesamten Konzernumsatz erhöhte sich der Anteil leicht auf knapp 59 Prozent. Bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte betrug das Wachstum 7,2 Prozent. Hierzu trugen hauptsächlich Tarifanpassungen bei, die sich insbesondere in der Autoversicherung in den meisten europäischen Ländern positiv auswirkten.

Diese positive Entwicklung gepaart mit einer in vielen Ländern niedrigeren Schadenfrequenz und dem Ausbleiben größerer witterungsbedingter Schäden führte zu einer deutlich besseren combined ratio (Verhältnis von Schadenaufwendungen und Kosten zu den verdienten Nettobeiträgen). Sie ermäßigte sich um 2,8 Prozentpunkte von 105 auf 102,2 Prozent. Dabei nahm die Schadenquote um 2,6 Prozentpunkte von 77,4 auf 74,8 Prozent ab. Verbesserungen ergaben sich insbesondere in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Spanien.

In der Lebens- und Krankenversicherung erhöhten sich die gesamten Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent von 15,1 auf 15,6 Milliarden Euro. Knapp 40 Prozent davon stammen aus anlageorientierten Produkten, deren Absatz nur noch um 3,3 Prozent von 6 auf 6,2 Milliarden Euro zunahm. Aufgrund der erheblich volatileren Kapitalmärkte schwächte sich die Nachfrage nach diesen Produkten in Europa deutlich ab – vor allem in Frankreich und Italien.

Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte ergab sich ein Wachstum von 2,3 Prozent. In der IAS-Rechnung, in der die Umsätze aus anlageorientierten Produkten nur mit ihrem Risiko- und Kostenanteil erfasst werden, stiegen die Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent von 9,1 auf 9,4 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr 2001 betrug das Ergebnis vor Steuern und Goodwill-Abschreibungen 2,9 Milliarden Euro und somit 0,8 Milliarden Euro weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2000. Die Goodwill-Abschreibungen erhöhten sich um 96 Millionen Euro auf 318 Millionen Euro. Hiervon entfielen 100 Millionen Euro auf PIMCO, Nicholas Applegate und Zwolsche Algemeene. Der Steueraufwand ging von 1,2 Milliarden Euro auf 0,7 Milliarden Euro zurück. Die Anteile Dritter am Ergebnis nahmen von 789 Millionen Euro auf 545 Millionen Euro ab.

Nach Steuern, Goodwill-Abschreibungen und Anteilen Dritter hat die Allianz Gruppe einen Halbjahresüberschuss von 1,4 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang erklärt sich per saldo im wesentlichen aus dem deutlich niedrigeren Ergebnis aus Kapitalanlagen. Nachdem in der ersten Jahreshälfte 2000 bereits ein Großteil der für das gesamte Jahr geplanten Gewinne aus den Kapitalanlagen realisiert wurde, ist das laufende Jahr aufgrund der schwachen Kapitalmarktentwicklung bei der Realisierung von Kursgewinnen durch Zurückhaltung gekennzeichnet.

Die Assets Under Management betrugen zum 30. Juni 2001 insgesamt 780 Milliarden Euro. Auf die Kapitalanlagen im Versicherungsgeschäft, die sich seit dem Jahresende 2000 um 1,3 Prozent respektive 5 Milliarden Euro erhöhten, entfallen 369 Milliarden Euro. Sie teilen sich auf in konzerneigene Kapitalanlagen in Höhe von 344,4 Milliarden Euro und in 24,6 Milliarden Euro Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung.

Auf die Kapitalanlagen für Dritte (außerhalb der Konzernbilanz) entfielen 397,9 Milliarden Euro. Sie erhöhten sich in den ersten sechs Monaten um 18 Prozent respektive 61,5 Milliarden Euro. Von diesem Zuwachs entfallen 35 Milliarden Euro auf Nicholas Applegate. Diese Gesellschaft wurde im ersten Quartal 2001 erstmals konsolidiert.

Die Allianz erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2001 eine Steigerung der gesamten Beitragseinnahmen um gut 5 Prozent auf etwas über 72 Milliarden Euro –auf Basis der Wechselkurse des vergangenen Jahres.

Es wird davon ausgegangen, dass das schwächere Neugeschäft in der Lebensversicherung im ersten Halbjahr bis zum Jahresende aufgeholt werden kann. Beim Ergebniswachstum wird aus heutiger Sicht ein Anstieg von rund 13 Prozent angestrebt (vor Einrechnung der Dresdner Bank). Die Vergleichsbasis ist dabei der um steuerliche Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss des Jahres 2000 in Höhe von 2,4 Milliarden Euro.

Zum 30. Juni 2001 beschäftigte die Allianz Gruppe weltweit 122.432 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das waren 2749 mehr als zum Ende des Vorjahres. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Neuerwerbungen zurückzuführen.


Die Einschätzungen stehen wie immer unter den nachfolgend angegebenen Vorbehalten.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit wir in dieser Meldung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich eventuelle Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, ergeben. Sie können auch aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten bzw. -tendenzen resultieren. Auch die Entwicklung der Finanzmärkte und Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere von steuerlichen Regelungen, können einen Einfluss haben.

Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
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