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Allianz Specialized Investments hat einen Windpark in Brandenburg erworben. Es ist die erste Investition dieser Art in Deutschland und - nach einem Windpark auf Sizilien - die zweite Kooperation mit der WKN Windkraft Nord AG. Allianz.com News sprach mit CEO David Jones über dieses und künftige Projekte.
Allianz Specialized Investments
München / London, 25.08.2006
Allianz Specialized Investments hat Freyenstein, einen Windpark nördlich von Prignitz in Brandenburg gekauft. Es ist innerhalb von Deutschland die erste Investition der Allianz Gruppe in erneuerbare Energien und spiegelt den Willen des Unternehmens, dieses Energie-Portfolio innerhalb von Europa besser zu diversifizieren.

"Risiken sind am effektivsten gestreut, wenn man in verschiedenen Ländern investiert – der Wind kann in einem Land stärker wehen als in einem anderen, geografische Diversifizierung senkt also die Volatilität der Einnahmen", erklärt David Jones, Chief Executive Officer der Allianz Specialized Investments.

Das Windenergieprojekt Freyenstein wurde 2006 im ersten Halbjahr gebaut und ging Anfang August in Betrieb. Der Park erzeugt mit acht Windturbinen vom Typ Vestas V80 Strom für rund 7200 Haushalte. Die Gesamtkapazität liegt bei 16 Megawatt.
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David Jones: "der Wind kann in einem Land stärker wehen als in einem anderen"

Deutschland als Vorreiter
"Wir haben schnell gemerkt, dass dieser deutsche Windpark für die Allianz eine gute Investition sein kann", sagt Jones. Deutschland gehört nicht nur in Europa zu den Pionieren der Windenergie, hier stehen mehr Windpark als in allen anderen Ländern der Welt und zahlreiche neue Projekte sind im Bau, da die Bundesrepublik Investoren mit langfristigen Preisgarantien lockt. Die Allianz ist sehr daran interessiert, sich ihr "Stück vom Kuchen abzuschneiden" bevor der deutsche Markt gesättigt ist.

Gleichzeitig verfolgt Allianz Specialized Investments andere Chancen innerhalb von Europa und beobachtet potenzielle Projekte in Belgien, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Großbritannien. Auch in Mitteleuropa strecke das Unternehmen seine Fühler aus, etwa in Polen, sagt Jones.
Bau in Francofonte kommt gut voran
Die Freyenstein-Transaktion ist die zweite Investition im Rahmen der Allianz Strategie, in nachhaltige Energieprojekte zu investieren, und die erste in Deutschland. Sie gestattet der Allianz Gruppe zudem, ihre erfolgreiche Kooperation mit der WKN Windkraft Nord AG auszubauen. Im Dezember 2005 erwarb Allianz Specialized Investments 100 Prozent der Aero-fonte S.r.l., der Betreibergesellschaft des Windparks in Francofonte. Die Aero-sol S.r.l., die Entwicklungsgesellschaft für dieses Projekt im Südosten Siziliens, war ein Jointventure zwischen der WKN Windkraft Nord AG und Partnern vor Ort.

Wenn der Windpark ans Netz geht, wird Francofonte die größte Windkraftanlage Italiens sein. 24 Turbinen vom Typ Vestas V90 mit einer Leistung von je 3 Megawatt werden genug Energie erzeugen, um den Bedarf von über 46.000 Haushalten zu decken. Das Projekt "kommt gut voran", sagt Jones. "Der Bau von Straßen und Fundamenten ist fast abgeschlossen. Die Turm- und Maschinenteile werden nächsten Monat angeliefert", sagt der CEO. Der Windpark soll plangemäß im April 2007 den Betrieb aufnehmen.
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Global wird sich die Energieerzeugung aus Windkraft zwischen 1999 und 2005 vervierfachen

Energie der Zukunft
Die Freyenstein-Investition unterstreicht das Engagement der Allianz für erneuerbare Energien, deren globale Wachstumsrate bei jährlich 20 Prozent liegt. Die Allianz Gruppe will in den nächsten fünf Jahren insgesamt 500 Millionen Euro in erneuerbare Energien investieren. Ihr Engagement erklärt sich nicht zuletzt aus deren Bedeutungszuwachs innerhalb der internationalen Finanzwelt. Investitionen in dieses Segment bieten gute Erträge bei annehmbaren Risiken und generieren Jahr für Jahr attraktive Einnahmenströme.

Die Allianz hält die Windenergie für einen besonders attraktiven Wachstumssektor, denn Windkraft ist die preiswerteste der erneuerbaren Energien. "Die Turbinen werden größer und effizienter und die Produktionskosten sinken", erklärt Jones. "Die Technologie ist besser, der Wind wird immer besser ausgenutzt."

Gleichzeitig verabschieden immer mehr Länder den gesetzlichen Rahmen für die erneuerbaren Energien. Das erleichtert die Planung neuer Projekte.

Windenergie ist zudem ein wichtiges Mittel im Kampf gegen den Klimawandel. Die Allianz ist davon direkt betroffen, weil sie als Versicherer mit Leistungsansprüchen aus klimabedingten Schadenfällen und als Kreditgeber mit einer verminderten Zahlungsfähigkeit von Kreditnehmern und Wertverlusten bei den Sicherheiten konfrontiert ist.
Wind in den Segeln
2005 hatten die Windenergieanlagen weltweit eine Gesamtkapazität von 58.982 Megawatt, das entspricht nicht einmal 1 Prozent der weltweit produzierten Energie. Aber auch wenn die Windenergie noch immer von untergeordneter Bedeutung für die Stromerzeugung ist, deckt sie doch in Dänemark bereits 23 Prozent, in Deutschland 4,3 Prozent und in Spanien rund 8 Prozent des Energieverbrauchs. Global wird sich die Energieerzeugung aus Windkraft zwischen 1999 und 2005 vervierfachen.

Windenergie gibt es reichlich, sie ist erneuerbar, praktisch überall auf der Erde vorhanden, sauber und sie mindert den Treibhauseffekt, wenn sie die Elektrizitätsgewinnung aus fossilen Energieträgern ablöst.

David Jones steht seit Oktober 2004 an der Spitze von Allianz Specialized Investments mit Sitz in London. Zuvor war Jones bei Shell als Mann der ersten Stunde weltweit für den Bereich Windenergie verantwortlich – er hat ihn in knapp vier Jahren von Null zum siebtgrößten Segment aufgebaut.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

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Kontakt für Presse
Antje Weykopf
Allianz Group
+49.89.3800-17790
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