Die Allianz Kulturstiftung scheint geradezu maßgeschneidert für das europäische Profil der neuen Allianz SE. Nicht nur verheißt ihr satzungsgemäßer Stiftungszweck, dass sie die High Potentials im akademischen und künstlerischen Bereich europaweit fördern soll. Seit zwei Jahren entwickelt die Allianz Kulturstiftung mit lokalen Partnereinrichtungen auch gezielt operative Projekten im europäischen Ausland selbst.
"Am Bau des 'Europäischen Hauses' als Zukunftsmodell führt heute kein Weg mehr vorbei", sagt der Leiter der Stiftung, Michael M. Thoss. "Damit dieses Haus jedoch kein Luftschloss wird, bedarf es eines stabilen Fundaments - das sind vor allem der Respekt vor den unterschiedlichen Kulturen Europas und der grenzüberschreitende Dialog. Beides möchten wir besonders jungen Menschen vermitteln und ermöglichen, schließlich hängt die Zukunft Europas von ihnen ab."
Allianz Kulturstiftung goes Europe
Europa ist für die Allianz Kulturstiftung seit ihrer Gründung zentrales Thema, doch seit zwei Jahren entwickelt sie dazu auch gezielt operative Projekte. Neben dem Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa organisiert sie 2007 wieder die Allianz Summer Academy und eine Fortsetzung der Allianz Lectures.
Michael Thoss: "Das 'Europäische Haus' bedarf eines stabilen Fundaments"

Mittel-/Osteuropa: Übersetzerpreis und "Borderlands"
Der regionale Schwerpunkt liegt zur Zeit Mittel- und Osteuropa, wo die Kulturstiftung die zahlreichen Töchter der Allianz zum Mitmachen anregt: Gemeinsam mit der Allianz Polska verlieh die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München im Mai dieses Jahres den ersten Allianz Übersetzerpreis auf der Warschauer Buchmesse. Als nächstes möchte die Kulturstiftung dies auf der Buchmesse in Bukarest tun.
Das Literatur- und Übersetzungsprojekt "European Borderlands", das vom Kulturkreis des BDI mit dem ersten Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde, startete im September mit großem Erfolg im ukrainischen Lviv/Lemberg und wird im nächsten Jahr nach Rumänien und Moldavien wandern.
Das Literatur- und Übersetzungsprojekt "European Borderlands", das vom Kulturkreis des BDI mit dem ersten Deutschen Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde, startete im September mit großem Erfolg im ukrainischen Lviv/Lemberg und wird im nächsten Jahr nach Rumänien und Moldavien wandern.
Dirigentenakademie in London
Aber auch in Westeuropa bleibt die Allianz Kulturstiftung aktiv: Gemeinsam mit dem London Philharmonic Orchestra und dem Philharmonia Orchestra London führt die Kulturstiftung demnächst zum vierten Mal eine Dirigentenakademie in der Royal Festival Hall durch.
Diese internationalen Workshops unter Leitung der Maestros Kurt Masur und Christoph von Dohnányi verhalfen schon so manchem Nachwuchsdirigenten zu seinem beruflichen Durchbruch und einer Stellung als Orchesterchef.
Diese internationalen Workshops unter Leitung der Maestros Kurt Masur und Christoph von Dohnányi verhalfen schon so manchem Nachwuchsdirigenten zu seinem beruflichen Durchbruch und einer Stellung als Orchesterchef.

Daniel Cohn-Bendit könnte in Brüssel an seinen Vortrag bei den Allianz Lectures im Mai anknüpfen
Sommerakademie zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft
Ein Highlight unter den operativen Projekten der Stiftung ist die Allianz Summer Academy: Seit 2004 nehmen daran jährlich Studierende von jeweils fünf europäischen Eliteuniversitäten teil.
Sie zielt auf die Schaffung eines Forums, das jungen Menschen ermöglicht, zukunftsweisende Ideen und Entwürfe in einem sich wandelnden Europa zu entwickeln und möchte gleichzeitig den akademischen Führungsnachwuchs in die europäische Gestaltungsdebatte einbinden. Mit der Verabschiedung eines gemeinsam erarbeiteten "Manifestos", das die Ergebnisse der Tagung widerspiegelt, endet jede Summer Academy.
Die nächste Sommerakademie ist parallel zur deutschen EU-Ratpräsidentschaft im Mai 2007 in Brüssel geplant. Dazu werden zum ersten Mal Alumni der Allianz Kulturstiftung aus den bisher beteiligten europäischen Universitäten eingeladen: von der London School of Economics, dem Pariser Institut d’Etudes Politiques, der Mailänder Bocconi, der Madrider Comillas, der Prager Karls-Universität, der Münchner LMU und der Sankt-Klemens-Ohridski-Universität in Sofia.
Der Ausbau des entstandenen europäischen Netzwerks sowie der gegenseitige Erfahrungsaustausch zwischen den young professionals - oftmals in europäischen Institutionen tätig - sollen dabei im Mittelpunkt stehen.
Sie zielt auf die Schaffung eines Forums, das jungen Menschen ermöglicht, zukunftsweisende Ideen und Entwürfe in einem sich wandelnden Europa zu entwickeln und möchte gleichzeitig den akademischen Führungsnachwuchs in die europäische Gestaltungsdebatte einbinden. Mit der Verabschiedung eines gemeinsam erarbeiteten "Manifestos", das die Ergebnisse der Tagung widerspiegelt, endet jede Summer Academy.
Die nächste Sommerakademie ist parallel zur deutschen EU-Ratpräsidentschaft im Mai 2007 in Brüssel geplant. Dazu werden zum ersten Mal Alumni der Allianz Kulturstiftung aus den bisher beteiligten europäischen Universitäten eingeladen: von der London School of Economics, dem Pariser Institut d’Etudes Politiques, der Mailänder Bocconi, der Madrider Comillas, der Prager Karls-Universität, der Münchner LMU und der Sankt-Klemens-Ohridski-Universität in Sofia.
Der Ausbau des entstandenen europäischen Netzwerks sowie der gegenseitige Erfahrungsaustausch zwischen den young professionals - oftmals in europäischen Institutionen tätig - sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Im Mai 2006 waren die Allianz Lectures im Münchner Residenz Theater fast immer ausverkauft
"Reden über Europa" – Bewusstsein für Herausforderungen
Bei dieser Alumni-Akademie in Brüssel werden auch einige Gastredner auftreten, die im Mai 2006 an den Allianz Lectures im zumeist ausverkauften Münchner Residenztheater teilgenommen haben. Diese Rede- und Diskussionsreihe führt die Stiftung zwischen Januar und Mai nächsten Jahres in Medienpartnerschaft mit der Süddeutschen Zeitung fort.
EU-Kommissar Günter Verheugen hat als Eröffnungsredner für den 28. Januar zugesagt und wird auch bei der Akademie in Brüssel dabei sein. Über ihre "Vision Europa" sprechen unter anderem der französische Historiker Pierre Nora ("Europäische Erinnerungsorte"), der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier, die Buchautorin und ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali und die ehemalige deutsche Kulturstaatsministerin Christina Weiss. Im Programm stehen außerdem der ukrainische Schriftsteller Yuri Andruchowytsch (Preis der Leipziger Buchmesse 2006), der französisch-tunesische Philosoph Abdelwahab Meddeb und der französische Staatsminister und Dichter Azouz Begag.
Die Frage nach der persönlichen Vision von Europa legt die Messlatte bewusst hoch: "Wir wollen außergewöhnliche und leidenschaftliche Persönlichkeiten einladen, die zentrale, auch brisante Fragen für die europäische Zukunft stellen", sagt Thoss. "Denn die Integration Europas ist das größte und großartigste Projekt in seiner Geschichte. Mit unseren Programmen wollen wir ein neues Bewusstsein für diese Herausforderungen schaffen und dazu beitragen, dass sich die Menschen in unserem vereinigten Europa auch kulturell zu Hause fühlen."
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
EU-Kommissar Günter Verheugen hat als Eröffnungsredner für den 28. Januar zugesagt und wird auch bei der Akademie in Brüssel dabei sein. Über ihre "Vision Europa" sprechen unter anderem der französische Historiker Pierre Nora ("Europäische Erinnerungsorte"), der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier, die Buchautorin und ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali und die ehemalige deutsche Kulturstaatsministerin Christina Weiss. Im Programm stehen außerdem der ukrainische Schriftsteller Yuri Andruchowytsch (Preis der Leipziger Buchmesse 2006), der französisch-tunesische Philosoph Abdelwahab Meddeb und der französische Staatsminister und Dichter Azouz Begag.
Die Frage nach der persönlichen Vision von Europa legt die Messlatte bewusst hoch: "Wir wollen außergewöhnliche und leidenschaftliche Persönlichkeiten einladen, die zentrale, auch brisante Fragen für die europäische Zukunft stellen", sagt Thoss. "Denn die Integration Europas ist das größte und großartigste Projekt in seiner Geschichte. Mit unseren Programmen wollen wir ein neues Bewusstsein für diese Herausforderungen schaffen und dazu beitragen, dass sich die Menschen in unserem vereinigten Europa auch kulturell zu Hause fühlen."
Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.
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