Grundsätze
Unter „Corporate Governance“ werden Fragen zur Unternehmensleitung, -kontrolle und -transparenz zusammengefasst. Die Allianz versteht eine verantwortungsvolle Corporate Governance als zentrale Herausforderung und unverzichtbare Voraussetzung, um für ihre Aktionäre wie auch alle anderen Interessengruppen nachhaltig Wert zu schaffen.
Die Corporate-Governance-Strukturen eines Unternehmens unterliegen verschiedenen Einflussfaktoren. Die Basis bilden zwingende gesetzliche Vorgaben; diese werden ergänzt um Regeln, die das Unternehmen freiwillig einhält. Wesentlich für eine gute Corporate Governance sind insbesondere eine uneingeschränkte Achtung der Aktionärsinteressen, eine effiziente Zusammenarbeit zwischen den Unternehmensorganen sowie eine transparente Kommunikation.
Minimierung möglicher Interessenkonflikte
Gute Corporate Governance ist kein Selbstzweck. Sie bildet einen Rahmen aus Geboten, Verboten und geeigneten Anreizstrukturen, der darauf abzielt, potenzielle Konflikte zwischen den verschiedenen Interessengruppen („Stakeholdern“) eines börsennotierten Unternehmens zu minimieren.
Deutscher Corporate Governance Kodex
Der für börsennotierte Unternehmen in Deutschland geltende Regulierungsrahmen wird im Wesentlichen durch den Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst. Im Jahr 2002 erstmalig vorgelegt, beinhaltet der Kodex drei Arten von Regeln, die sich in ihrer Verbindlichkeit voneinander unterscheiden: gesetzliche Vorschriften, Empfehlungen und Anregungen. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Vorschriften ist die Einhaltung von Empfehlungen und Anregungen nicht zwingend. Hinsichtlich der Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen jedoch einmal im Jahr erklären, inwieweit diese eingehalten wurden (Entsprechenserklärung). Eventuelle Abweichungen sind darin offenzulegen. Auf freiwilliger Basis gibt die Allianz über die Entsprechenserklärung hinaus auch Auskunft über die Erfüllung der Anregungen.
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Aktive Rolle in der Kodex-Kommission
Der Deutsche Corporate Governance Kodex spiegelt in zentralen Bereichen das Corporate-Governance-Verständnis der Allianz wider. Die bestehenden Normen und Strukturen überprüfen wir regelmäßig auf eventuellen Veränderungsbedarf. Über die Mitwirkung ihres Vorstandsmitglieds Dr. Paul Achleitner in der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex („Kodex-Kommission“) beteiligt sich die Allianz aktiv daran, Corporate-Governance-Standards weiterzuentwickeln.
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Code of Conduct
Nach Überzeugung der Allianz beschränkt sich gute Corporate Governance jedoch nicht auf die Erfüllung bestimmter Vorgaben. Vielmehr haben auch Unternehmenskultur und persönliche Integrität der Verantwortungsträger entscheidenden Einfluss darauf. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Mitarbeiter hierfür zu sensibilisieren. Dies geschieht unter anderem durch einen Verhaltenskodex („Code of Conduct“), der für alle Mitarbeiter der Allianz Gruppe weltweit gilt.
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